Wahl des Abschiebeministers und Initiativenpreis 2008
Am 19.11.08 küren Jugendliche den schlimmsten Innenminister. Jochen Senf
(ehemaliger Tatort-Kommissar/Autor) und Sister Fa (Sängerin) zeichnen vorbildliche
Initiativen aus.
(firmenpresse) - 19.11.2008 Malteser Treffpunkt Freizeit, Am Neuen Garten 64, 14469 Potsdam Einlass 19:00 Uhr Beginn 19:30 Uhr mit lis:sanga dance company, Banda Agita & Herbstwerkstatt Nord-Süd vom GRIPS Theater und Lea-Won Schirmherr: Volker Ludwig (Leiter des GRIPS Theaters)
Anlässlich der Innenministerkonferenz in Potsdam wählen die „Jugendlichen Ohne Grenzen“ im Rahmen eines Galaabends den Abschiebeminister 2008. Mit diesem Negativpreis zeichnen junge Flüchtlinge jährlich einen Landesinnenminister für besonders unmenschliche Flüchtlingspolitik aus. Parallel dazu werden Initiativen geehrt, die sich gegen die Abschiebung ihrer MitschülerInnen, NachbarInnen, FreundInnen und Bekannten einsetzen. Der ehemalige Tatort-Kommisar und Buchautor Jochen Senf und die Sängerin Sister Fa vergeben dazu den Initiativenpreis 2008. Der vom GRIPS-Theater und den „Jugendlichen Ohne Grenzen“ gestaltete Gala Abend bildet den Auftakt zu den Protesten für Kinderrechte und Bleiberecht zur Inneministerkonferenz in Potsdam, die vom 20 bis 21. November tagt.
Nominiert für den Initativenpreis 2008 sind: *Runder Tisch Thu Nga (Peine). Sie schafften es, Thu Nga Van (18) nach ihrer Abschiebung zurückzuholen. Zudem machte der Runde Tisch die brutale Abschiebung nach 12- jährigem Aufenthalt in Deutschland öffentlich. *Klasse 10A/C der Ludgeri Hauptschule (Altenbergen). Die SchülerInnen kämpfen zur Zeit um den Aufenthalt ihrer Mitschülerin Florenta Jahja (17) und deren Familie, welche untertauchen mussten. *Bürgerinnen und Bürger des Kreises Steinfurt für Humanität und Bleiberecht (Steinfurt). Sie unterstützen seit Jahren NachbarInnen, die von der Abschiebung bedroht sind, was ihnen nicht nur Freunde einbrachte. *Semra Idic (Düsseldorf). Semra Idic (19) schaffte es nicht nur zusammen mit Freunden ihre eigene Abschiebung zu verhindern. Sie schrieb ein Buch über diesen
Erfolg, Günter Gras das Vorwort. Heute hilft sieselbst mit der von ihr gegründet Initiative „Stay – Flüchtlingsinitative Düsseldorf“
Über eine Berichterstattung würden wir uns freuen. Interviews mit jungen Flüchtlingen sowie engagierten Initiativen vermittele ich gerne.
Termine Potsdam 19.11.08 19:30 Uhr Die Gala: Wahl des Abschiebeministers 2008 (Malteser Treffpunkt Freizeit Am Neuen Garten 64 14469 Potsdam, Eintritt frei)
20.11.08 17:00 Uhr Demo-Auftakt, Potsdam Platz der Einheit 20:00 Uhr GRIPS Theater spielt: „Hier geblieben!“ im Schaufenster (FH Potsdam: Friedrich-Ebert-Str. 6, 14467 Potsdam)
19. – 22.11.08 Konferenz der Jugendlichen Ohne Grenzen
21.11.08 19:00 Uhr Abschlussparty der Gegenkonferenz zur IMK KuZe (studentisches Kulturzentrum) (Herrmann-Elflein-Str. 10, 14467 Potsdam)
ab 20 Uhr Bands: conexión musical, le refugiés, schlagzeiln alle hip hop, Eintritt frei ab 22 Uhr: d_jane
Berlin 21.11 & 22.11. 19.30 Uhr GRIPS Theater spielt: „Hier geblieben!“ in der Schiller-Theater-Werkstatt (Bismarckstr. 110, 10625 Berlin; Nähe Ernst-Reuter-Platz. Karten unter 39747477)
Die JOG-Konferenz wird veranstaltet in Zusammenarbeit mit: Aktionsprogramm Hier geblieben!, GRIPS Theater Berlin, Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V., Flüchtlingsrat Brandenburg
Die JOG-Konferenz wird gefördert von: Evangelische Kirche Deutschland, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Children for a better World, Hans Böckler Stiftung, Deutscher Caritasverband, PRO ASYL, Diakonisches Werk, Doris Wuppermann Stiftung, Evangelische Landeskirche Brandenburg, ASTA Uni- Potsdam
Jugendliche Ohne Grenzen (J.O.G.) ist eine Initiative jugendlicher Flüchtlinge
verschiedener Herkunftsländer, die sich für die Rechte von Flüchtlingen einsetzten.
Etwa 100 Jugendliche im Alter von 15 bis 30 Jahren aus ganz Deutschland
engagieren sich in diesem Verein. Die Mehrheit von ihnen ist geduldet, es gibt aber
auch Jugendliche mit einem festen Aufenthaltsstatus. Den Jugendlichen ist es
wichtig, sich für ihre Rechte als Geduldete einzusetzen und dafür zu kämpfen, dass
sie in Deutschland bleiben können.
JOG ist an der Kampagne „Hier geblieben" des GRIPS Theaters Berlin beteiligt und
organisiert seit 2005 jährlich eigene JOG - Konferenzen, die parallel zu denen der
Innenminister statt fanden.
2006 waren in Nürnberg 100 JOG - AktivistInnen und tausende Demonstranten.
JOG konnte im Anschluss ein Bleiberecht für einige wenige Geduldete erreichen.
Noch immer aber sind viele von Abschiebung bedroht.
Deshalb ist für JOG die Arbeit noch nicht beendet.
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