Rheinische Post: Nach Rekord bei Soldatenbeschwerden sehen Politiker Ursula von der Leyen in der Pflicht
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Opposition muss Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen
schnellstmöglich Konsequenzen aus der Rekordzahl von
Soldatenbeschwerden ziehen. "Die Bundeswehr muss endlich mit einem
Fehlermanagement anfangen, statt erkannte Probleme immer wieder
schönzureden", sagte SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold (SPD) der
in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montag-Ausgabe). Er
kritisierte den Verbleib von Staatssekretär Stéphane Beemelmans im
Amt, obwohl dieser die Verantwortung für viele Fehler trage. Einen
Hauptgrund für die Beschwerden sieht Arnold in dem Umstand, dass die
Soldaten in der Berufsarmee heute älter seien als ihre Vorgänger in
der Vergangenheit. Sie hätten deshalb Familien und könnten nicht mehr
beliebig hin und her versetzt werden. Umzüge und Unzuverlässigkeiten
bei Geldzusagen und Karriereplanungen fielen deshalb stärker ins
Gewicht. Grünen-Bundeswehr-Expertin Agnieszka Brugger sprach von
einem "höchst alarmierenden Warnsignal". Von der Leyen dürfe sich
nicht viel Zeit zur Einarbeitung nehmen sondern müsse sich
schnellstens den Baustellen insbesondere bei der Vereinbarkeit von
Familie und Beruf widmen. Mit mehr als 27 Beschwerden je tausend
Soldaten hatte Wehrbeauftragter Hellmut Königshaus 2013 einen
Allzeitrekord zu verzeichnen.
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Datum: 30.12.2013 - 00:00 Uhr
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