WAZ: Obama enttäuscht. Kommentar von Dirk Hautkapp
ID: 1006875
wenn sie sich lange angekündigt hat. Amerikas Präsident, vor fünf
Jahren gestartet als Erneuerer einer Weltmacht, der bei der Wahrung
ihrer Interessen Verstand und menschliches Maß abhanden gekommen
waren, beugt sich der Angstmacher-Industrie der Geheimdienste. Der
fortwährende Ausnahmezustand, den sich die USA seit den
Terroranschlägen vom 11. September 2001 verordnet haben, bleibt die
Richtschnur allen Handelns. Bei einer Gefahrenabwehr, die weder
Landesgrenzen noch politische Trennlinien anerkennt. Und die sich
nicht verpflichtet fühlt, Staaten, Bürgern oder Parlamenten
wahrheitsgemäß Rechenschaft abzulegen. Die NSA, von dessen
Monstrosität wir durch Edward Snowden täglich ein Stück mehr ins Bild
gesetzt und gleichzeitig überfordert werden, hat gewonnen. Mit den
Reförmchen, die Barack Obama ankündigte, kann der Technologieführer
unter den Geheimdiensten dieser Welt gut leben. Selbstverständlich
wird die NSA das Gegenteil behaupten. Obama ist einer Analyse
ausgewichen, die mit Legenden und Schutzbehauptungen aufräumt. Der
Datensammelaufwand der NSA stand moralisch-ethisch, finanziell und
politisch nie in angemessenem Verhältnis zum Ertrag. Der
Überwachungswahn hat nie wirklich Informationsvorsprung kreiert und
Terror verhindert. Der Datenberg an sich ist das Problem. Nicht die
Frage, wer ihn wo verwaltet. Obama will diesen Missbrauch bis heute
nicht erkennen. Dahinter steht auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung. Im
November sind Halbzeitwahlen im Kongress. Die Axt an die NSA zu
legen, lieferte den "Falken" Steilvorlagen, die zu Ungunsten der
Demokraten enden und die Chancen für die Präsidentenwahl 2016
verschatten könnten. Wenn es gelingt, der amerikanischen
Öffentlichkeit den Eindruck zu vermitteln, Obama mache auf Druck
vergrätzter Bündnispartner Abstriche bei der Nationalen Sicherheit.
Obama tut, wie die Ausweitung der verheerenden Drohnen-Angriffe in
Afrika und Pakistan beweist, exakt das Gegenteil. Er ist und bleibt
ein latenter Kriegsherr im Technologiezeitalter. Nach innen. Wie nach
außen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.01.2014 - 19:32 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1006875
Anzahl Zeichen: 2479
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 285 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Obama enttäuscht. Kommentar von Dirk Hautkapp"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Märkische Oderzeitung: Die "Märkische Oderzeitung" in Frankfurt (Oder) schreibt zu NSA/Obama: ...
Ein wenig werden die US-Geheimdienste nun doch an die Kandare genommen: keine Überwachung mehr von verbündeten Regierungschefs, weniger Speicherung, dafür mehr Privatheit, auch für jene, die im Ausland leben, außer - das ist klar - wenn die innere Sicherheit geschützt werden muss. Natürlic
Stefan Liebich: Obama rudert halbherzig zurück ...
"Obama rudert halbherzig zurück, wenn er zentrale Werte wie Bürgerrechte, Freiheit und Unabhängigkeit weiterhin vermeintlicher Sicherheit unterordnet. Die massenhafte Datensammelei und Überwachung gehen weiter - daran können und sollen die Grenzen, die der US-Präsident ziehen will, ni
Kölnische Rundschau: Kölnische Rundschau zu Hinrichtung in den USA ...
Hinrichtungen in den USA unterscheiden sich von denen in China zumindest dadurch, dass jeder Fall akribisch überprüft wird, und an der Schuld des jetzt hingerichteten Vergewaltigers und Mörders Dennis McGuire hat nie ein ernsthafter Zweifel bestanden. Viele Amerikaner werden seine 25 Leidensminu
Europa-Terminvorschau vom 20. bis 26. Januar 2014 ...
Die EU-Terminvorschau ist ein Service der Vertretungen der EU-Kommission in Deutschland für Journalisten. Sie kündigt vor allem Termine der EU-Kommission, des Europäischen Parlaments, des Rates der Europäischen Union und des Europäischen Gerichtshofes mit besonderer Bedeutung für Deutschla




