Deutsche Bauwirtschaft zum Koalitionsvertrag: Mietpreisbremse belastet Investitionen in den Wohnungs

Deutsche Bauwirtschaft zum Koalitionsvertrag: Mietpreisbremse belastet Investitionen in den Wohnungsbau - Verkehrswege weiter unterfinanziert

ID: 1008476
(ots) - "Unsere Erwartungen für den Wohnungsbau sind durch
den Koalitionsvertrag weitgehend enttäuscht worden. Anscheinend
herrscht in der Bundespolitik die Meinung vor, dass man angesichts
der aktuell hohen Genehmigungs- und Fertigstellungszahlen neue
Belastungen für potentielle Investoren beschließen kann, ohne größere
negative Auswirkungen befürchten zu müssen." Dies erklärten die
Präsidenten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und des
Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Prof. Dr.-Ing. E.h.
Thomas Bauer und Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, anlässlich der
gemeinsamen Pressekonferenz zum Jahresauftakt heute in Berlin.

"Unsere Kritik bezieht sich in erster Linie auf die geplante
Mietpreisbremse", erläuterte Bauer. Angesichts stark steigender
Neuvertrags- und Bestandsmieten sehe der Koalitionsvertrag
Obergrenzen für Mieterhöhungen vor. Dabei werde allerdings übersehen,
dass sich der Mietanstieg auf wenige Großstädte und auch dort nur auf
die besseren Lagen beschränke. Darüber hinaus bestehe die Gefahr,
dass die Begrenzung der Mieterhöhungen nur die bestehende
Unterversorgung mit Wohnraum in den Ballungsgebieten zementiere.
"Nach wie vor gilt: Mieterhöhungen werden am besten durch eine
Ausweitung der Neubautätigkeit bekämpft. Die Erhöhung der Absetzung
für Abnutzung (AfA) von zwei auf vier Prozent würde hierzu wichtige
Impulse geben", argumentierte Bauer weiter. Auch das Thema
Ersatzneubau werde im Koalitionsvertrag mit keinem Wort erwähnt. Es
sei unstrittig, dass Millionen von Wohnungen in Deutschland, vor
allem aus den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, unter
wirtschaftlichen Erwägungen nicht sanierungswürdig seien. "Da die
bisherigen Fördermaßnahmen diesen Tatbestand ausklammern, haben wir
gefordert, den Ersatzneubau in den Förderkatalog der KfW


aufzunehmen."

"Auch bei den Investitionen des Bundes in die Verkehrswege sind
unsere Erwartungen bei Weitem nicht erfüllt worden", ergänzte
Loewenstein. "Im Wahlkampf war es unter den Parteien unstrittig, dass
die Investitionen auf allen Gebietskörperschaftsebenen bei Weitem
nicht ausreichend sind, um die Verkehrswege adäquat zu erhalten und
auch die notwendigen Neubaumaßnahmen zu stemmen." Dies zeige sich
auch in der breiten Akzeptanz für die Ergebnisse der
Daehre-Kommission. Diese habe Ende 2012 festgestellt, dass der
Ersatz- und Nachholbedarf bundesweit bei jährlich 7,2 Mrd. Euro liege
und das für eine Dauer von 15 Jahren. Allein für den Bund sei eine
jährliche Unterfinanzierung von mindestens 3 Mrd. Euro festgestellt
worden. Dies decke sich auch mit den Forderungen des früheren
Bundesverkehrsministers Dr. Peter Ramsauer, der eine Aufstockung der
Investitionslinie Verkehr (10,7 Mrd. Euro im Haushaltsjahr 2013) auf
14 Mrd. Euro gefordert habe.



Pressekontakt:
Ansprechpartner:
Dr. Heiko Stiepelmann, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
Funktion: Leiter Kommunikation / Pressesprecher
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de

Dr. Ilona Klein, Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Tel: 030 - 20314-408, Fax: 030 - 20314-420
E-Mail: presse@zdb.de

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Nachholtermin der gemeinsamen Pressekonferenz der Deutschen Annigton und der Deutschen Energie-Agentur am 29.01.2014 Deutsche Bauwirtschaft zur Bauprognose 2014: Umsatzplus von 3,5 % erwartet / Wohnungsbau bleibt Treiber der Entwicklung
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.01.2014 - 11:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1008476
Anzahl Zeichen: 3535

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Bau & Immobilien



Diese Pressemitteilung wurde bisher 174 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Deutsche Bauwirtschaft zum Koalitionsvertrag: Mietpreisbremse belastet Investitionen in den Wohnungsbau - Verkehrswege weiter unterfinanziert"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

BAUINDUSTRIE zu den Konjunkturindikatoren im November 2020: /Bauunternehmen profitieren von guter Witterung und noch hohen Auftragsbeständen ...
"Die Bauunternehmen haben die gute Witterung im November 2020 genutzt, um ihre Auftragsbestände abzuarbeiten. Der Umsatz lag deutlich über dem schon hohen Vorjahresniveau und erreichte damit den höchsten gesamtdeutschen November-Wert." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsf

BAUINDUSTRIE zur Konjunktur 2020: Die Bauwirtschaft erweist sich als Stütze der Gesamtwirtschaft ...
"Ohne die Bauwirtschaft wäre die Gesamtwirtschaft 2020 ungefähr so stark eingebrochen wie zur Finanz- und Wirtschaftskrise 2009." Mit diesen Worten kommentierte der Vizepräsident Wirtschaft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim Lorenz, die Veröffentlichung der vorläufigen

Corona: Mit Prävention weiter gemeinsam durch die Pandemie ...
Die drei Tarifvertragsparteien, der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) haben ergänzende umfangreiche Präventionsmaßnahmen vereinbart, um die Baubeschäftigten angesichts der sich zuspitzenden C


Weitere Mitteilungen von Hauptverband der Deutschen Bauindustrie


Deutsche Bauwirtschaft zur Bauprognose 2014: Umsatzplus von 3,5 % erwartet / Wohnungsbau bleibt Treiber der Entwicklung ...
"Wir rechnen mit einem Umsatzplus von 3,5 % in diesem Jahr. Damit wird der Umsatz knapp unter 100 Mrd. bei 98,6 Mrd. Euro liegen. Dabei wird der Wohnungsbau die Baukonjunktur beleben und um 5 % auf 35,2 Mrd. Euro steigen. Auch der Wirtschaftsbau wird sich erholen und bei 35,3 Mrd. Euro liege

Nachholtermin der gemeinsamen Pressekonferenz der Deutschen Annigton und der Deutschen Energie-Agentur am 29.01.2014 ...
Energiewende erfolgreich gestalten - ein Lösungsansatz für die deutsche Wohnungswirtschaft Die Energiewende stellt Deutschland vor enorme Herausforderungen. Mit dem Energiekonzept der Bundesregierung zeigt Deutschland eine Strategie gegen den drohenden Klimawandel auf, die im besond

High Tech Langhalsschleifer WHF707 und Industriesauger BHF21 mit Hochfrequenzantrieb und vielen zusätzlichen Anwendungsoptionen ...
Mit der High Tech Hochfrequenz Schleifeinheit bestehend aus dem Hochfrequenz Langhalsschleifer WHF707 und dem Hochfrequenz Industriesauger BHF21 präsentiert bluetec die Zukunft. Seit vielen Jahren gehören Langhalsschleifer zur Grundausstattung von Malerbetrieben, Trockenbauern, Betonsanie

DIP-Partner AENGEVELT vermittelt über 1.300 m² Büro-/Hallenfläche an chinesischen Elektronikkonzern ...
Das in Düsseldorf ansässige „Chinese Competence Center“ von AENGEVELT platziert die Hisense Germany GmbH, eine Tochtergesellschaft des chinesischen Hisense-Konzerns, einem der größten Hersteller von Haushaltsgeräten wie Fernsehern, Waschmaschinen, Klimaanlagen, Kühlschränken etc. in China


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z