NABU: Bundesregierung muss bei Meseberg-Beschlüssen zum EEG nachbessern
ID: 1008794
Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) auf der Klausurtagung
der Bundesregierung im brandenburgischen Meseberg fordert der NABU
Nachbesserungen. Dazu hat der NABU ein aktuelles Papier mit seinen
Forderungen zur Energiewende im Strommarkt vorgelegt. Darin
unterstützt er, die Förderung künftig auf die kosteneffizientesten
Technologien Windenergie an Land und Photovoltaik zu konzentrieren,
wenn diese an Standortqualität und Naturverträglichkeit ausgerichtet
werden. "Nicht das EEG oder atmende Deckel sind die geeigneten und
vernünftigen Steuerungselemente für eine naturverträgliche
Energiewende, sondern vor allem eine kluge Regionalplanung, die
Natur- und Artenschutzaspekte berücksichtigt", sagte NABU-Präsident
Olaf Tschimpke. Hier müsse "Sorgfalt vor Schnelligkeit" gelten.
Der NABU begrüßt die Pläne für eine deutliche Begrenzung der
Biomassenutzung und der Offshore-Windenergie, für die sich der
Verband seit langem eingesetzt hat. "Zur Vermeidung einer weiteren
Vermaisung der Landschaft muss der Zubau von Biogasanlagen auf die
Verwertung von Gülle und Abfällen konzentriert werden. Allerdings
fehlen Anreize vor allem für Bestandsanlagen, um den Einsatz von
Monokulturen schrittweise zu reduzieren und ökologisch vorteilhaftere
Energiepflanzen nutzen zu können", forderte Tschimpke. Die
Anpassungen im Offshore-Bereich müssten über die Reform des EEG
hinausgehen und erfordern ein räumliches Gesamtkonzept, das den
Belangen des Meeresschutzes und dem reduzierten Ausbaubedarf für die
Stromnetze Rechnung trägt.
Um die Energiewende klima- und naturverträglich vorantreiben zu
können, sind aus NABU-Sicht weitere Maßnahmen notwendig.
"Energieminister Gabriel und Umweltministerin Hendricks müssen
dringend Antworten liefern, wie in den nächsten Jahren mehr Energie
in Gebäuden und beim Verkehr eingespart sowie die Stromerzeugung aus
Braunkohle zurück gedrängt werden kann. Sonst verfehlt Deutschland
seine Klimaschutzziele", so Tschimpke. Gleichzeitig müssten negative
Auswirkungen von erneuerbaren Energien und Stromnetzen auf den Natur-
und Artenschutz sorgfältig bewertet und begrenzt werden, damit
Fehlentwicklungen und Investitionsrisiken vermieden sowie die
öffentliche Akzeptanz für Veränderungen in der Landschaft verbessert
werden. "Daher sollte die Bundesregierung das im Koalitionsvertrag
vorgesehene Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende zügig
umsetzen und ab dem kommenden Jahr dafür eigene Finanzmittel im
Bundeshaushalt zur Verfügung stellen", so der NABU-Präsident.
Für Rückfragen:
Carsten Wachholz, NABU-Energieexperte, mobil 0172- 41 79 727
Mehr Informationen:
NABU-Hintergrund "Energiewende im Strommarkt - Forderungen zur
EEG-Reform 2014" http://www.nabu.de/themen/energie/erneuerbareenergie
n/allgemein/16503.html
Im Internet zu finden unter www.NABU.de
Pressekontakt:
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Redaktion: Kathrin Klinkusch, Annika Natus, Iris Barthel, Nicole
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Datum: 22.01.2014 - 16:04 Uhr
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