Westfalenpost: Bildung/Unterrichtsausfall

Westfalenpost: Bildung/Unterrichtsausfall

ID: 1008937
(ots) -

Wer vermeiden will, dass Unterricht ausfällt,
muss zunächst wissen, wie viel Unterricht nicht erteilt wird. So weit
die Theorie. Ganz praktisch überrascht das Gutachten im Auftrag des
Schulministeriums aber mit der These, dass der Aufwand für die
Erfassung der Stundenausfälle schlicht nicht lohnt. Die Begründung:
Der Lernerfolg hängt gar nicht wesentlich von der regelmäßigen
Anwesenheit des Lehrers ab. Kaum zu glauben, dass Eltern und Lehrer
die gewagte Analyse der Schulforscher akzeptieren können.


Qualität im Unterricht kann es nur geben, wenn der auch
stattfindet. Auch fachfremder Vertretungsunterricht,
Betreuungsstunden, in denen Schüler beaufsichtigt Hausaufgaben
machen, können den qualifizierten Sachunterricht nicht ersetzen.
Deshalb ist es zwingend erforderlich, dass die Ministerin ermittelt,
wo, wann und warum Unterricht ausfällt. Die Offenlegung der Daten
hätte möglicherweise teure Konsequenzen - die Kürzung der
Vertretungsreserve müsste neu bedacht werden, wenn Ausfälle
öffentlich werden. Konkrete Zahlen wecken unerwünschte Forderungen.
Jedes Unternehmen ist in der Lage, Stundenausfälle zu ermitteln. An
den Schulen aber soll dies zu aufwändig sein? Dass die Erfassung der
Ausfälle 700 Lehrerstellen kosten soll, wird zur
Milchmädchenrechnung: Auch in die Schulverwaltung ist der Computer
eingezogen.

Die Gutachter empfehlen eine individuelle
Förderung von Schülern, die häufige und längere Fehlzeiten haben. Das
ist mit Blick auf die Qualität des Lernens sinnvoll. Auch dafür aber
braucht es Lehrer. Mit fachfremdem Vertretungsunterricht und hohem
Unterrichtsausfall wird die individuelle Förderung zum unlösbaren
Problem.





Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Weser-Kurier: Zu Mindeststandards bei Wohnungen für Leiharbeiter in Niedersachsen schreibt der Bremer WESER-KURIER: LVZ: Bauminister fordern KfW-Prämien zum Wohnungsschutz vor Einbrechern / Versicherungswirtschaft soll mit reduzierten Hausrats-Prämien folgen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.01.2014 - 22:22 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1008937
Anzahl Zeichen: 1995

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 176 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Bildung/Unterrichtsausfall"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von Westfalenpost


 

Werbung



Facebook

Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z