NDR Rundfunkrat für multimediales Jugendangebot und neue "Sesamstraßen"-App
ID: 1010053
und ZDF für Jüngere, eine neue "Sesamstraßen"-App und die eigene
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - u. a. mit diesen Themen hat sich
der NDR Rundfunkrat in seiner ersten Sitzung im neuen Jahr am 24.
Januar in Hamburg befasst.
Multimediales Jugendangebot von ARD und ZDF
In einer Resolution plädiert der NDR Rundfunkrat für ein
multimediales Programmangebot von ARD und ZDF für Jüngere. Es soll
die vorhandenen jungen Radioprogramme mit neuen Angeboten für junge
Nutzergruppen im Fernsehen und im Internet vernetzen. Aus Sicht des
NDR Rundfunkrats reicht der gesetzte Finanzrahmen für ein gemeinsames
trimediales Jugendangebot von ARD und ZDF aus. Noch offene
Detailfragen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten
können nach Auffassung des Gremiums zeitnah geklärt werden. Deshalb
erwartet der Rundfunkrat, dass die Ministerpräsidentinnen und
Ministerpräsidenten auf ihrer Konferenz im März 2014 die
staatsvertragliche Beauftragung des multimedialen Jugendangebots auf
den Weg bringen. Der NDR Verwaltungsrat schloss sich der
Rundfunkrats-Resolution inhaltlich an.
Ute Schildt, Vorsitzende des Rundfunkrats: "Der
öffentlich-rechtliche Rundfunk sollte Jugendliche bei ihren
Nutzungsgewohnheiten abholen und sie bei der Themenfindung und
Programmgestaltung aktiv einbeziehen. Es geht darum, jüngeren
Zielgruppen qualitativ hochwertige Programmangebote zu machen und
einem drohenden Generationenabriss entgegenzuwirken. Es besteht jetzt
die Möglichkeit, ein junges crossmediales Angebot von ARD und ZDF zu
realisieren. Diese Chance sollte nicht vertan werden."
Ulf Birch, Vorsitzender des Verwaltungsrats: "Alle Beteiligten
sind sich im Grundsatz einig: Ein gemeinsames Jugendangebot wäre
programmlich sinnvoll und im dargelegten finanziellen Rahmen machbar.
Gemeinsam mit dem Rundfunkrat appelliert der Verwaltungsrat des NDR
an die Entscheidungsträger in den Ländern, mit einer
staatsvertraglichen Beauftragung den Weg für ein solches Angebot frei
zu machen."
(Hinweis: Die Resolution ist im Wortlaut am Ende der Meldung
beigefügt.)
"Sesamstraßen"-App
Der Rundfunkrat hat die Vorschläge zur Entwicklung einer
"Sesamstraßen"-App zustimmend zur Kenntnis genommen. Mit der App soll
das bestehende Internet-Angebot der "Sesamstraße" für Smartphones und
Tablets optimiert werden. Ute Schildt: "Das Konzept, das wir zur
Kenntnis genommen haben, beinhaltet z. B. interaktive Lernspiele, die
Hörverständnis oder räumliches Denken bei Kindern fördern." Da die
App ausschließlich Teile des bestehenden Angebots von sesamstrasse.de
enthält, aber keine Inhalte darüber hinaus, ist für sie kein eigener
Dreistufentest erforderlich.
Künftige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rundfunkrats
Der Rundfunkrat erörterte eingehend die Frage seiner eigenen
Darstellung in den Medien, insbesondere im Internet. Ein wichtiges
Ergebnis: Die Online-Seiten des Rundfunkrats sollen deutlich
aktueller werden, umfassend über Themen und Beschlüsse informieren
und als Anlaufstelle für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern dienen.
Ute Schildt, Vorsitzende des Rundfunkrats: "Der Rundfunkrat vertritt
die Allgemeinheit, also die Bürgerinnen und Bürger, denen der
öffentlich-rechtliche Rundfunk gehört. Vor diesem Hintergrund möchten
wir ein höheres Maß an Transparenz nach außen herstellen als bisher.
Wir werden intensiver über unsere Arbeit informieren, z. B. in
Pressemitteilungen, aber vor allem auch im Internet. Im Netz wollen
wir schon bald leichter auffindbar und einfacher anzusprechen sein.
Dies soll im Zuge des geplanten Relaunchs von NDR.de geschehen, dem
wir heute zugestimmt haben. Wer Fragen zu unserer Arbeit hat oder
sich eingehender für unsere Arbeit interessiert, soll auf unseren
Internet-Seiten Antworten finden." Nach den Vorstellungen des
Rundfunkrats soll die verbesserte Internet-Darstellung noch im Lauf
des ersten Halbjahrs 2014 online gehen. *
Anhang: Die Resolution des Rundfunkrats im Wortlaut
NDR Rundfunkrat plädiert für multimediales Jugendangebot von ARD
und ZDF
Der NDR Rundfunkrat erneuert seine Forderung nach einem
öffentlich-rechtlichen, multimedialen Programmangebot für Jüngere.
Das Gremium unterstützt daher nachdrücklich die inhaltlichen
Positionen der Gremienvorsitzendenkonferenz vom 26.11.2013 zum
geplanten multimedialen Jugendangebot von ARD und ZDF.
Es soll ein crossmediales Programmangebot entstehen, das
qualitativ hochwertig und interaktiv ist, die Jugendlichen bei ihren
Nutzungsgewohnheiten abholt und sie bei der Themenfindung und
Programmgestaltung aktiv einbezieht.
Bezüglich des vorgeschlagenen Jugendbeirats als eine mögliche Form
von Beteiligung junger Menschen an der Gestaltung des Jugendangebots
empfiehlt der Rundfunkrat zu prüfen, ob andere
Gestaltungsmöglichkeiten wie z. B. die Idee eines so genannten
"Soundboards" für Jugendliche zielführender und
zielgruppenangemessener wären.
ARD und ZDF können bei der weiteren Ausarbeitung der Details für
das Programmkonzept auf die Kompetenz insbesondere der jungen
Programmmacher im öffentlich-rechtlichen Rundfunk vertrauen. Diese
kennen die junge Zielgruppe am besten.
Der Rundfunkrat ist davon überzeugt, dass das junge Angebot in
Rahmen des von ARD und ZDF geplanten Finanzvolumens realisiert werden
kann. Das Gremium geht davon aus, dass die noch offenen Detailfragen
der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten zeitnah geklärt
werden können. Der NDR Rundfunkrat erwartet deshalb, dass die
Ministerpräsidenten auf ihrer Konferenz im März 2014 die
staatsvertragliche Beauftragung des multimedialen Jugendangebots auf
den Weg bringen.
Der Verwaltungsrat hat sich in seiner Sitzung am 17. Januar 2014
ebenfalls mit der Thematik befasst und schließt sich inhaltlich
dieser Position an.
24. Januar 2014
Pressekontakt:
NDR Norddeutscher Rundfunk
Presse und Information
Telefon: 040 / 4156 - 2300
Fax: 040 / 4156 - 2199
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Datum: 24.01.2014 - 18:15 Uhr
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