Allgemeine Zeitung Mainz: Grob fahrlässig / Kommentar zur Telekom
ID: 1010075
gar nicht gemerkt. Wie immer erhalten sie ihre Rechnung als PDF-Datei
per E-Mail und wie immer steht darauf, dass der Betrag X vom Konto
abgebucht wird. Doch durch die Umstellung auf das europaweit
einheitliche Zahlungssystem Sepa findet sich dieses Mal noch einiges
mehr auf der Rechnung - nämlich die komplette neue
Sepa-Kontoverbindung mit vollständiger Iban und BIC. Das ist kein
Problem, wenn die Kunden dem Rat der Verbraucherschützer folgen und
ihre Rechnungen auf den gut verschlüsselten Internetseiten der
Telefon- und Internetanbieter einsehen und abrufen. Es ist aber ein
großes Problem, wenn die Telekom diese Daten per E-Mail versendet, wo
Internet-Kriminelle sie theoretisch abfischen können. Ganz
Deutschland debattiert derzeit über die Sicherheit im Internet - und
die Telekom schickt sensibelste Kontodaten ohne besonderen Schutz
einfach so durchs Netz. Was soll man dazu noch sagen? Die Reaktion
des Konzerns mit dem Hinweis, dass sich die betreffenden Kunden nun
mal für den Erhalt der Rechnung als PDF via E-Mail entschieden hätten
und deshalb auf diesem Weg auch über die Konto-Umstellung informiert
würden, ist nicht nur dreist, sondern auch grob fahrlässig. Die
Telekom hätte die betreffenden E-Mail-Kunden sehr wohl besser und
sicherer bedienen können - etwa, indem sie sie über die
Sepa-Umstellung einfach mal per Brief informiert. Doch das hätte
sicherlich erheblichen Mehraufwand und damit auch erhebliche
Mehrkosten bedeutet. Da geht man doch lieber den einfacheren Weg - in
der Hoffnung, dass es niemand merkt. Das darf man der Telekom nicht
durchgehen lassen.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
Regionalmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral@vrm.de
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Datum: 24.01.2014 - 19:26 Uhr
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