Neue OZ: Kommentar zu Finanzen / Verbraucher
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Unglaubliche 5000 Milliarden Euro haben die Menschen in
Deutschland an Geldvermögen, eine schier unvorstellbare Menge:
Rekord. Dabei ist interessant, dass die Anleger trotz steigender
Aktienkurse und eines DAX in immer höheren Sphären im dritten Quartal
2013 Papiere im Wert von vier Milliarden Euro verkauft haben.
Statt auf Aktien setzen sie weiterhin auf ihr Sparbuch oder sogar
auf Bargeld, sozusagen wie zu Großmutters Zeiten aufbewahrt im
Sparstrumpf unter der Matratze. 22 Milliarden Euro liegen auf
Girokonten oder als Tagesgeld bereit. Diese Reaktionen sind
Auswirkungen der lächerlichen Zinsen, die die Geldhäuser im Moment
zahlen. Die Angebote sind häufig deutlich niedriger als die
Teuerungsrate.
Die Flucht in Sachwerte wie Immobilien, bei dem derzeit niedrigen
Goldpreis bestimmt bald auch wieder in Edelmetalle ist deshalb kein
Wunder. Die niedrigen Zinsen locken viele dazu, ihr Erspartes als
Anzahlung zu nehmen und den Rest günstig zu finanzieren, auch keine
schlechte Alternative. Wer sein Leben lang gespart hat oder jetzt
eine Lebensversicherung ausgezahlt bekommt, dem sei zu einer ruhigen
Abwägung seiner Geldanlage geraten. Nichts überstürzen, windige
Angebote meiden und sein Geld lieber erst einmal auf die Bank
bringen. Dort bringt es derzeit zwar keine Zinsen, liegt aber
sicherer als im Wäscheschrank.
Gerhard Placke
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Datum: 24.01.2014 - 22:00 Uhr
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