neues deutschland: Akademie-Präsident Günter Stock zu Europa: »Wir stehen auf breiten Schultern«
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Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), ist fest
davon überzeugt, dass die Wissenschaft helfen könne, die europäische
Identitätskrise zu überwinden. "Uns verbindet ein gemeinsames
geistig-kulturelles Erbe. Das wird zurzeit leider überschattet durch
den Verdruss oder Überdruss an Europa, der aus der Krise der
Geldwirtschaft erwuchs", sagt der am 7. Feburar seinen 70. Geburtstag
begehende Physiologe in einem Exklusiv-Interview mit der in Berlin
erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Donnerstagausgabe).
Stock, der auch der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften
und der All European Academies (ALLEA) vorsteht, erklärt: "Unsere
momentanen monetären Probleme sollten uns nicht die große
Verantwortung vergessen lassen, die wir Europäer gemeinsam für unsere
eigene Zukunft wie auch die der Weltgemeinschaft haben." Im Gespräch
äußert sich der Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse des
Weiteren zu Politikberatung und Öffentlichkeitsarbeit der
Wissenschaftsakademien, insbesondere der BBAW, sowie zur Stellung
Deutschlands im internationalen Wissenschaftsranking. In den
Naturwissenschaften, vor allem in Mathematik und Physik, sowie im
Ingenieurswesen spiele Deutschland laut einer britischen Studie in
der obersten Liga mit. "Im Bereich der Lebenswissenschaften, also
Biologie und Medizin, stehen wir auch noch gut da, wenn auch nicht
ganz so exzellent", so Stock. Einen hervorragenden Ruf würden
international die Geisteswissenschaften genießen. "Wir sind nach wie
vor eine Wissenschaftsnation."
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Datum: 06.02.2014 - 06:00 Uhr
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