Mitteldeutsche Zeitung: zu Linke/Parteitag
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blieben auf dem Delegiertentreffen am Wochenende nur noch
Rückzugsgefechte. Die Genossen stimmten für ein Europa-Programm, in
dem zwar eine grundlegende Neuausrichtung der EU gefordert, diese
aber nicht mehr als militaristisch und neoliberal angeprangert wird.
Auf die aussichtsreichen Listenplätze für das Europäische Parlament
schafften es zudem überwiegend gemäßigte Reformer. Es war der erste
Parteitag, auf dem der alte Delegiertenschlüssel nicht mehr galt, der
den zahlenmäßig unterlegenen Westen nach dem Zusammengehen mit der
WASG bevorteilt hatte. Die internen Machtstrukturen haben sich mit
dem Rückzug von Oskar Lafontaine zugunsten der Ost-Pragmatiker
verschoben. Es wird sich zeigen, wie sehr die Flügelkämpfe die
Partei noch lähmen können. Spätestens aber wenn mit Bodo Ramelow in
Thüringen ein Linker Ministerpräsident werden sollte, dürfte das
Leben in der Opposition auch für die jetzt so überlegenen Reformer im
Bund nicht mehr so gemütlich sein.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
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Datum: 16.02.2014 - 17:55 Uhr
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