Fernsehempfangüber Satellit wird fast 20% teurer
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Trotz urheberrechtlicher Wettbewerbsverzerrung zugunsten der direkten Sat- Verbreitung wird Kabelempfang dagegen immer preiswerter
Lauchhammer, 17.02.2014: ?Wir können nur begrüßen, dass sich der Satellitenbetreiber SES ASTRA bei seiner Bezahlfernsehplattform HD+ ehrlich macht und das eigentliche Interesse der privaten Fernsehprogrammanbieter deutlich wird ? bei HD-Programmen mittel- und langfristig Bezahlfernsehen einzuführen?, erklärte der Vorsitzende des Fachverbands Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK), Heinz-Peter Labonte, heute in Lauchhammer.
Anlass ist die Ankündigung der Satellitenplattform von HD+ auf ASTRA 19.2° knapp vier Jahre nach der Einführung dieser "Servicepauschale" zu einem Preis von 55 EUR für die Entschlüsselungskarte bzw. 50 EUR für die Verlängerung auf dann 65 EUR bzw. 60 EUR pro Jahr zum 6. Mai 2014 zu erhöhen.
Dies bedeute eine Erhöhung um knapp 18,2 Prozent.
Gleichzeitig zeige sich aber mit diesem Schritt in Richtung Bezahlfernsehen der Versuch insbesondere der großen privaten Sendergruppen in Deutschland, ihre Programme zunehmend in allen Verbreitungswegen den Kunden nur noch gegen immer höhere Bezahlung zur Verfügung zu stellen.
Der FRK-Sprecher weist deshalb ausdrücklich darauf hin, dass damit der Satellitenempfang im Zeitalter des zunehmenden Triple Plays, nämlich der Nutzung von Internet und Telefon über das Fernsehkabel, preislich tendenziell sehr viel stärker wächst als im Kabel, wo der Preisanteil für den Fernsehempfang seit Jahren nach unten zeige.
Gleichzeitig sprach sich Labonte gegen die fortbestehende Wettbewerbsverzerrung zwischen Kabel- und Satellitenempfang hin. Die Kabelnetzbetreiber bezahlten nämlich im Gegensatz zu dem Satellitenbetreiber rund 4 Prozent ihrer Einnahmen an die Verwertungsgesellschaften Gema und VG Media. Damit die wesentlich zur Breitbandversorgung in Deutschland beitragenden Kabelanbieter auch weiterhin gegenüber dem Direktempfang von Programmen über Satellit wettbewerbsfähig bleiben könnten, müsse dieser Wettbewerbsvorteil der Satellitenverbreitung endlich beseitigt werden, forderte der FRK-Sprecher abschließend.
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Heinz-Peter Labonte
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Datum: 17.02.2014 - 10:12 Uhr
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