Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Joachim Poß, SPD-Finanzexperte
ID: 1027468
besuchen
Wagenknecht will keine neuen Kürzungen - SPD-Experte Poß warnt vor
"übertriebenem Optimismus"
Osnabrück. Vor dem Staatsbesuch von Bundespräsident Joachim Gauck
in Griechenland an diesem Mittwoch fordern SPD und Linke weniger
Druck auf den wirtschaftlich angeschlagenen Krisenstaat. In einem
Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) sagte
SPD-Finanzexperte Joachim Poß, "es wird sehr lange dauern, bis
Griechenland über den Berg ist." Dem krisengeschüttelten Land fehlten
"immer noch funktionierende Strukturen", beispielsweise in der
Verwaltung. Zudem sei "Korruption nach wie vor ein Problem", sagte
der Politiker, der auch Mitglied im Bundestagsausschuss für
Angelegenheiten der Europäischen Union ist.
Es habe sich in der Vergangenheit gezeigt, dass überzogene
Forderungen wie etwa übertriebene Sparauflagen nach hinten losgingen,
meinte Poß. "Wir wissen heute: Der Policy-Mix stimmte einfach nicht.
Er hat nur das soziale Elend im Land vergrößert und wirtschaftlichen
Schaden angerichtet." Hier sei man inzwischen weiter, so Poß. Jetzt
gelte es, den nächsten Bericht der Troika abzuwarten, der für Ende
März erwartet wird. "Erst dann können wir sagen, ob der Optimismus,
der zurzeit vom griechischen Ministerpräsidenten verbreitet wird,
berechtigt ist."
Sahra Wagenknecht, Vizevorsitzende der Linken, bekräftigte
anlässlich Gaucks Besuch eine "drastische Vermögensabgabe zulasten
der griechischen Oligarchen". Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte
Wagenknecht: "Diese sind bisher nicht mit einem Cent zur Kasse
gebeten worden." Es sei "gut, dass Gauck nach Griechenland" fahre, so
die wirtschaftspolitische Sprecherin ihrer Partei. "Er sollte seinen
Besuch auch dafür nutzen, sich ein Bild von der sozialen Katastrophe
im Land zu machen." Wagenknecht empfahl dem Staatsoberhaupt Besuche
"in einem Kinderkrankenhaus und einer Suppenküche". Vielleicht
begreife "der Bundespräsident dann allmählich, was die auch von
Merkel diktierte Kürzungspolitik" angerichtet habe. Die Linke fordere
seit langem "keine neuen Sozialkürzungen, keine neuen
Bankenrettungspakete, kein neues Geld". Sie hoffe, dass diese
Forderungen künftig "auch von Gauck unterstützt" würden, schloss
Wagenknecht.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.03.2014 - 13:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1027468
Anzahl Zeichen: 2716
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 196 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Joachim Poß, SPD-Finanzexperte"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der sächsische Ministerpräsident und stellvertretende CDU-Vorsitzende Michael Kretschmer hat die Brandmauer-Debatte in seiner Partei erneut scharf kritisiert. "Der Begriff der Brandmauer nutzt den Rechtsextremen enorm. Sie können die Märtyrer geben. Sie stellen sich als politische Kraft dar
Kretschmer gegen Rasenmäher-Kürzungen und offen für Steuererhöhungen / CDU-Vize: Für Gesamtpaket muss sich auch die Union bewegen ...
Sachsens Ministerpräsident und CDU-Vize Michael Kretschmer hat Pläne für pauschale Subventionskürzungen kritisiert und für ein Gesamtpaket auch mit Steuererhöhungen als "letzten Baustein" geworben. "Die Rasenmäher-Methode ist keine kluge Politik. Wir müssen den Wählern schon
Ex-Ministerpräsident Torsten Albig rät SPD zum Einreißen der Brandmauer zur AfD ...
Als erster prominenter SPD-Politiker rät Schleswig-Holsteins früherer Ministerpräsident Torsten Albig seiner Partei, die Brandmauer zur AfD einzureißen. "Wenn 30 Prozent diese Partei wählen, können wir nicht auf Dauer so tun, als wäre das die Ausgeburt der Hölle", sagte Albig der &
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Rainer Lindner, Geschäftsführer des Ost-Auschusses ...
Krim-Krise: Ost-Ausschuss warnt vor Liefereinschränkungen bei Gas für EU Lindner: "Wir brauchen die Ukraine dringend für unsere Gasversorgung" Osnabrück. Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft warnt für den Fall von EU-Sanktionen gegen Russland davor, dass Moskau am Ga
Neue OZ: Kommentar zur Krise um Ukraine und Krim ...
Russland nicht das Reich des Bösen Russland ist das Reich des Bösen? In der Krise um Ukraine und Krim gibt es im Westen gegenwärtig kaum andere Stimmen. Die Empörung ist aber erstens nicht gerechtfertigt und zweitens Teil eines Mechanismus, der dann wirklich böse enden kann. Die westliche
Neue OZ: Kommentar zum Terroranschlag in Kunming ...
Pekings Terrorproblem Selbstverständlich ist es ein Terroranschlag, wenn ohne jede Vorwarnung gezielt Zivilisten niedergemetzelt werden wie nun bei dem Blutbad in der chinesischen Stadt Kunming. Dass sich Peking über westliche Regierungen beschwert, die in ihren Reaktionen den Begriff &quo
Neue OZ: Kommentar zu Benjamin Netanjahu ...
Zeit läuft ab Zuletzt hat sich US-Präsident Barack Obama auffallend aus den Bemühungen um einen Nahost-Frieden herausgehalten. Sein Außenminister John Kerry war es, der zwischen Palästinensern und Israelis hin und her pendelte und versuchte, dem Prozess neues Leben einzuhauchen. Trotzdem




