Neue OZ: Kommentar zu Ukraine
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Erst die Krim, und dann? Angesichts der kaltblütigen Konsequenz,
mit der Russland und prorussische Kräfte in der Ukraine die
Abspaltung der Krim vorantreiben, ist die Furcht vor weiteren
Spannungen in Europa groß. So sind die baltischen Staaten, in denen
ebenfalls viele Russen leben, in höchstem Maße alarmiert. Werden sie
die Nächsten sein, die um ihre Unabhängigkeit fürchten müssen?
Viel hängt davon ab, wie deutlich EU und NATO sich im
Krim-Konflikt positionieren. Eine Abspaltung der Halbinsel von der
Ukraine werden sie wohl nicht mehr verhindern können. Dafür haben
Wladimir Putin und seine Helfer schon zu viele Fakten geschaffen.
Umso mehr kommt es jetzt darauf an, den Rest der Ukraine zu schützen
und auch mit Blick auf andere Länder die klare Botschaft zu senden:
Bis hierher und nicht weiter.
Zwar bleibt es wichtig, den Dialog mit Russland nicht abreißen zu
lassen. Doch werden alle diplomatischen Bemühungen ohne Wirkung
bleiben, wenn sie nicht von Demonstrationen der Stärke begleitet
werden. Sanktionsdrohungen sind deshalb unerlässlich. Ob die EU
wirklich zu harten Strafmaßnahmen bereit ist, muss sich freilich noch
zeigen. Denn sie riskiert damit Gegenreaktionen. Und vielen
Entscheidern könnte die Krim dann doch nicht wichtig genug sein,
einen großen Konflikt zu riskieren.
Uwe Westdörp
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Datum: 11.03.2014 - 22:00 Uhr
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