Rheinische Post: Franziskus' Fingerzeig
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Kleine Jungs und Journalisten würfen einem immer noch 'nen Stein
hinterher. Deshalb zu dem vom Papst endgültig entschiedenen Fall des
ausgiebig gescholtenen Ex-Bischofs von Limburg der Maßhalte-Appell:
keinen Steinwurf mehr gegen Tebartz-van Elst. Wahrlich nicht ohne
Schuld am eigenen Abgang, ist der einst hochgelobte Theologe gestraft
genug. Die von Papst Franziskus wieder zum Strahlen gebrachte
christliche Tugend der Barmherzigkeit verbietet es, diesen Hirten
ohne genügend Schafsgeruch von jeder denkbaren Weide zu jagen. Der
Fingerzeig des klug agierenden Papstes ist nicht zu übersehen: Friede
sollte jetzt einkehren im Bistum Limburg. Ein geschickter Versöhner
müsste her, kein im weltlichen Sinne Liberaler, wie ihn sich manche
wünschen. Nicht nur Limburg braucht einen glaubensfesten,
geistvollen, führungsstarken Bischof, der seinen Gläubigen aufs Maul
schaut, aber nicht nach dem Mund redet; der die Moderne kennt, warum
nicht gar schätzt, aber modisch-gefälligem "Katholizismus light"
widersteht.
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Datum: 26.03.2014 - 19:43 Uhr
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