Weser-Kurier: Kommentar von Peter Mlodoch zur IT-Panne in Niedersachsen
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selbst gemachtem Ungemach: Da kündigt vor Jahren der
US-Software-Riese Microsoft an, ab April 2014 seinen System-Dino
Windows XP nicht mehr zu unterstützen. Doch Niedersachsens Verwaltung
scheint den Termin einfach mal zu verpennen. Das Land muss für dieses
Versäumnis jetzt tief in die Tasche greifen und bei Microsoft teure
Updates für das Auslaufmodell kaufen. Die Häme der schwarz-gelben
Opposition und die kritischen Fragen des Steuerzahlerbundes sind mehr
als berechtigt. Dass Rot-Grün sich wegen diverser Probleme im Sommer
2013 genötigt sah, das von der CDU/FDP-Vorgängerregierung mit der
Umstellung beauftragte Privatunternehmen rauszuwerfen, mag ebenso
wenig als Ausrede herhalten wie die komplette Umstrukturierung des
staatlichen IT-Bereichs zum Jahresende. Ein schwacher Trost ist auch
nur, dass etliche andere Großunternehmen und Geldinstitute ebenfalls
noch XP verwenden und Sonderverträge mit Microsoft schließen müssen.
Andererseits ist der Fall ein krasses Beispiel für die ungesunde
Abhängigkeit von dem US-Giganten. Vielleicht sollte die
niedersächsische Regierung die unfreiwillige Verlängerung nutzen und
auch mal über alternative Betriebssysteme nachdenken.
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Datum: 02.04.2014 - 21:13 Uhr
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