Westfalenpost:Übergriffe auf Zugbegleiter
Zu allen Zeiten hat es das gegeben: Dass
Fahrgäste sich unflätig oder übergriffig gegenüber dem Bahnpersonal
verhalten. Zu allen Zeiten gab es zu bestimmten Nachtzeiten in
bestimmten Bahnhöfen auch das Gefühl, dass sich eine junge Frau oder
ein alter Mann nicht wirklich sicher bewegen können.
Die
Zahlen, die die Deutsche Bahn gestern vorgelegt hat, dürfen aber
nicht abgetan werden mit dem Hinweis: So etwas hat es immer schon
gegeben. Denn der Grad an Respektlosigkeit, ja Menschenverachtung,
gepaart mit urplötzlicher Aggressivität, kann nicht hingenommen
werden. Wir sind alle mehr unterwegs, und darum sind die Züge voll
und die Autobahnen verstopft. Daraus eine Ellenbogen-Mentalität
abzuleiten oder gar übergriffig zu werden gegen das Personal, sollte
niemand dulden. Und wer Zeuge eines solchen Vorgangs wird, sollte den
Mut haben, dem bedrängten Personal beizuspringen.
Die
Respektlosigkeit fängt schon im Kleinen an. Da ist die überlastete
Bedienung im Restaurant, die Kassiererin an der Supermarktkasse, die
schlimme Dinge über Kunden aller Altersklassen erzählen können.
"Respekt" kommt von Rückblick - oder besser: Rücksichtnahme. Es kommt
also auf das Augenmaß an, wie wir uns verhalten, selbst wenn wir
Grund zur Beschwerde haben.
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Westfalenpost
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Datum: 07.04.2014 - 19:56 Uhr
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