Weser-Kurier: Zum Panzergeschäft mit den Saudis schreibt Alexander Pitz im "Weser-Kurier" (Bremen) vom 15. April 2014:
ID: 1047107
unbequeme Lage gebracht: Als Oppositionspolitiker geißelte er in den
vergangenen Jahren genüsslich die Rüstungsexportpolitik der
schwarz-gelben Bundesregierung. Als 2011 erstmals Details über das
geplante Panzergeschäft mit Saudi-Arabien an die Öffentlichkeit
gelangten, warf er Merkel und Co., die sich auf die
Geheimhaltungspflicht beriefen, Feigheit vor. Die Regierung habe
nicht den Mut, sich der öffentlichen Debatte zu stellen. Ebendiesen
Mut lässt er nun als Wirtschaftsminister vermissen. Kein Wort aus
seiner Behörde zum Stand des 18 Milliarden Euro teuren Projekts, das
den Verkauf mehrerer Hundert Leopard-2-Panzer an die Saudis vorsieht.
Ist Saudi-Arabien nun ein Unrechtsregime oder nicht? Auch darauf gibt
es trotz mehrmaliger Nachfrage in der Bundespressekonferenz keine
Antwort. Angeblicher Grund: die Geheimhaltungspflicht. Mit der von
Gabriel zugesicherten Transparenz in Sachen Rüstungsexporte hat das
nicht viel zu tun. Überhaupt bleibt die Haltung des Ministers
gegenüber Saudi-Arabien unklar. Vor der Bundestagswahl schimpfte er,
dass Waffenlieferungen an die arabischen Herrschaftshäuser ein
Schaden für die Demokratiebewegung seien. Im Februar jedoch
verteidigte er den Export deutscher Patrouillenboote an die Saudis,
für den die Bundesregierung sogar mit 1,4 Milliarden Euro bürgt. Das
widersprüchliche Handeln verdeutlicht das Dilemma, in dem Gabriel
steckt: Einerseits sind Waffenexporte in Länder wie Katar, Indonesien
oder Saudi-Arabien moralisch höchst fragwürdig. Andererseits kann die
deutsche Rüstungsindustrie, an der viele Tausend Arbeitsplätze
hängen, langfristig nicht ohne solche Exporte überleben. Wer wirklich
einen moralisch einwandfreien Kurswechsel in der
Rüstungsexportpolitik vornehmen will, muss auch den Mut aufbringen,
hierzulande eine ganze Branche sterben zu lassen. Zum Wohle
Deutschlands wäre das allerdings nicht.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.04.2014 - 21:27 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1047107
Anzahl Zeichen: 2293
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bremen
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 295 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier: Zum Panzergeschäft mit den Saudis schreibt Alexander Pitz im "Weser-Kurier" (Bremen) vom 15. April 2014:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d
Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass
Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si
Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier
Weser-Kurier: Zur Position Chinas in der Ukraine-Krise schreibt Felix Lee im "Weser-Kurier" (Bremen) vom 15. April 2014: ...
Kaufkraft ist sexy, deshalb buhlen Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein russischer Kollege Sergej Lawrow derzeit um chinesische Zuneigung. Nicht nur beim Ukraine-Gipfel am Donnerstag hätten beide China gerne als Unterstützer im Rücken - auch auf Handelsebene wünschen sie sich intim
Mittelbayerische Zeitung: Klugheit und Zynismus: Das angekündigte Referendum von Präsident Turtschinow ist ein beachtenswerter Schachzug. Von Ulrich Krökel ...
Das Angebot des Übergangspräsidenten Alexander Turtschinow, ein Referendum über den künftigen Staatsaufbau der Ukraine abzuhalten, ist aus zwei Gründen ein kluger Schachzug. Zum einen raubt er den Separatisten im Osten des Landes ein Scheinargument. Eine Volksabstimmung ist schließlich das
Märkische Oderzeitung: Die "Märkische Oderzeitung" in Frankfurt (Oder) schreibt zur Ukraine: ...
Eine weitgehende Autonomieregelung für den Osten des Landes wäre jetzt schon eine gute Lösung. Auch dass über Neutralitätsregelungen nach dem Vorbild Österreichs nachgedacht wird, dürfte man in Moskau schon gehört haben. Doch all das scheint dem Kreml noch nicht genug. Russland will sich
neues deutschland: Ukrainische Krise: Suche nach Glaubwürdigem ...
Ein Referendum ist eine gute Sache. Es ist - befreit von Quoren und anderen von der Berufspolitikerkaste errichteten künstlichen Hindernissen - eine der ausgeprägtesten Formen direkter Demokratie. So gesehen sollte auch die am Montag vom ukrainischen Interimspräsidenten ins Spiel gebrachte Vo




