Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Mazedonien/Präsidentenwahl/EU
ID: 1047113
findigen Machthabern zu glücken. Wie Staatschef Gjorge Ivanov segelt
auch Premier Nikola Gruevski bei der Parlamentswahl einem sicheren
Sieg entgegen. Doch die nationalpopulistischen Dauersieger
manövrieren ihr Land immer weiter ins Abseits. Mit nationalem Pathos,
umstrittenen Prestigeprojekten und der Ausschaltung
regierungskritischer Medien hat sich Gruevski den zweifelhaften Ruf
eines autoritären Mannes der Macht verschafft. Seine Erfolgsbilanz
nimmt sich aber bescheiden aus. Zu allem Übel haben die Machthaber
nicht nur die angespannten Beziehungen zur albanischen Minderheit,
sondern auch das Verhältnis zu Athen weiter belastet. Eine Annäherung
an die EU scheint weiter weg als je zuvor.
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Datum: 14.04.2014 - 22:00 Uhr
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