Weser-Kurier: Kommentar von Peter Mlodoch zum Netzausbau für Nordsee-Strom
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gegenseitigen Vorwürfe scheinen sich der Netzbetreiber TenneT auf der
einen sowie deutsche Politik und Windbranche auf der anderen Seite
ihrer Partnerschaft endlich bewusst geworden zu sein. Das
holländische Staatsunternehmen garantiert die rechtzeitige und mehr
als ausreichende Anzahl der Anschlüsse für die Windparks in der
Nordsee ans Festland. Die gemeinsamen Interessen - ob geschäftlich,
politisch oder ökologisch motiviert - haben Oberhand gewonnen. Dabei
half offenbar gehörig, dass Deutschland mit den abgespeckten Zielen
für den Ausbau der Offshore-Energie den Druck rausgenommen hat. Für
TenneT und seine Vertragspartner schafft dies genügend Luft,
Geburtskrankheiten der neuen Technologien weit draußen auf dem Meer
zu beheben und gleichzeitig für ausreichende Finanzierung zu sorgen.
Allerdings bleibt die Frage erlaubt, warum diese Erkenntnisse so
lange brauchten. Mit mehr gutem Willen - und entsprechenden
vertraglichen Absicherungen - hätten die Beteiligten viel früher die
gesicherten Anschlüsse für den sauberen Windstrom in die Wege leiten
können. Jetzt sind ein, zwei, vielleicht sogar drei Jahre verloren -
wertvolle Zeit, die nicht nur im Kampf gegen den Klimawandel fehlt.
Auch die gesamte Windbranche und Tausende von Jobs an der Küste
leiden unter den Verzögerungen. Für viele kommt das "Geht doch"
leider viel zu spät.
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Datum: 15.04.2014 - 21:34 Uhr
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