Thüringische Landeszeitung: Kaltes Grausen / Kommentar von Bernd Hilder zu den deutschen Staatsfinanzen
ID: 1050214
seinen Bürgern so viele Steuermilliarden aus der Tasche wie noch nie.
Doch für Steuersenkungen soll es angeblich nicht reichen. Für die
Sanierung der maroden Infrastruktur ist angeblich ebenfalls nicht
genug da - und für Bildung, Wissenschaft und Kultur auch nicht.
Nicht einmal die gigantischen Schulden werden abgebaut, obwohl es
nach Durchforsten des aufgeblähten Haushalts leicht möglich wäre.
Seit dem Fall der Mauer konnten die Politiker zudem eine
beachtliche Friedensdividende verbraten. Der prozentuale Anteil der
Verteidigungsausgaben am Gesamthaushalt ist heute viel geringer als
während des Kalten Krieges.
Wo also bleibt all das Geld der Steuerzahler? Natürlich, die
Wiedervereinigung war teuer. Der Kern des Problems liegt aber
woanders: Der Staat hat nicht mehr genug Geld für zukunftswichtige
Investitionen, weil Politiker aller Couleur die Sozialausgaben mit
neuen Leistungszusagen immer nur in eine Richtung getrieben haben:
nach oben. Kompensiert durch Ausgabenkürzungen wurden die immer neuen
Wähler-Wohltaten fast nie.
Deshalb kommt der Staat selbst mit Rekordeinnahmen nicht mehr aus.
All jene Politiker von SPD und CDU, die den arbeitstätigen Bürgern
scheinheilig vorgaukeln, sie würden bald von der Kalten Progression
befreit werden, sind unglaubwürdig. Als CDU und CSU es hätten
durchsetzen können, taten sie es nicht. Jetzt stellt die SPD mit der
Forderung nach neuen Steuererhöhungen Bedingungen, die die Union
niemals erfüllen kann, wenn sie nicht ihre Glaubwürdigkeit restlos
verlieren will. Wer die Scheindebatte um die Kalte Progression
verfolgt, den kann nur eins ergreifen: das kalte Grausen.
Pressekontakt:
Thüringische Landeszeitung
Chef vom Dienst
Norbert Block
Telefon: 03643 206 420
Fax: 03643 206 422
cvd@tlz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.04.2014 - 07:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1050214
Anzahl Zeichen: 2084
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Weimar
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 218 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Thüringische Landeszeitung: Kaltes Grausen / Kommentar von Bernd Hilder zu den deutschen Staatsfinanzen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Thüringische Landeszeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Thüringische Landeszeitung
Mitteldeutsche Zeitung: Arbeitsmarkt Linken-Chefin Kipping kritisiert Korrekturen bei Hartz IV als in Teilen verfassungswidrig ...
Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat die geplanten Korrekturen des Bundesarbeitsministeriums bei Hartz IV als teilweise verfassungswidrig kritisiert. "Das ist eine Giftliste, die in Teilen grundgesetzwidrig ist", sagte sie der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen
Rheinische Post: NRW-Politiker kritisieren Putin-Besuch von Fußball-Bundesligist Schalke 04 ...
Politiker von SPD und Grünen im Düsseldorfer Landtag kritisieren die Pläne des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau zu besuchen. "Das ist eine völlig unverständliche Aufwertung des russischen Präsidenten", sagte Rainer Bischo
Rheinische Post: Regierung führt "Demografie-Check" ein ...
Die Bundesregierung hat für sämtliche Projekte einen internen "Demografie-Check" in Kraft gesetzt. Wie die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet (Donnerstagausgabe), versandte das Innenministerium an alle anderen Ressort
Badische Zeitung: Schuldenkrise / Entwarnung verfrüht Kommentar von Thomas Fricker ...
Genügend Europagegner und Euro-Skeptiker stehen auch hierzulande bereit, noch auf der kleinsten Krisenwelle populistisch zu surfen. Ihnen dieses Unterfangen zu erschweren, ist das Politiker-Gebot der Stunde. Es verwundert deshalb wenig, dass der sogenannte Primärüberschuss im griechischen S




