WAZ: Gaucks Gardinenpredigt. Kommentar von Gudrun Büscher
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versteht Joachim Gauck keinen Spaß. Und da findet der Bundespräsident
klare, unmissverständliche Worte, ist herzerfrischend undiplomatisch
- auch wenn sein Gegenüber für seine Dünnhäutigkeit bekannt ist wie
der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan. Gaucks offene
Worte, er sprach sogar von "Gefährdung der Demokratie", war Balsam
für die Seele all jener Demokraten, die sich den Machtansprüchen des
Premiers entgegenstellen. Sie können diese verbale präsidiale
Unterstützung wirklich gut gebrauchen. Im August wählt die Türkei
einen neuen Präsidenten, 1,5 Millionen Türken in Deutschland wählen
mit. Niemand wird Erdogan den Einzug ins Amt, das mit neuer
Machtfülle ausgestattet wurde, streitig machen. Er hat es in der
Hand, wohin die Reise künftig geht. Die Gardinenpredigt des
Präsidenten kam zur richtigen Zeit.
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Datum: 28.04.2014 - 19:02 Uhr
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