Ökumenischer Gottesdienst vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin
ID: 1060616
Sperrfrist: 17.05.2014 11:30
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Die katholische und die evangelische Kirche in Deutschland haben
vor dem DFB-Pokalendspiel gemeinsam mit Vertretern des Deutschen
Fußballbundes (DFB), Fans und freiwilligen Helfern in der
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin einen ökumenischen
Gottesdienst gefeiert, der unter dem Motto "Ouvertüre zum Spiel -
(beim) Singen vereint!" stand.
Der in der Deutschen Bischofskonferenz für Sport zuständige
Weihbischof Jörg Michael Peters (Trier) unterstrich in seiner
Predigt, dass der Gottesdienst eine gute Möglichkeit sei, vor dem
Spiel gemeinsam Gott danken zu können. Gleichzeitig brauche es eine
gute Balance zwischen Spiel und Perfektion. Das Streben nach zu viel
Perfektion im Fußball sieht Weihbischof Peters kritisch: "Bleibt da
noch Platz für das Spiel selbst, für Spontaneität und das
Überraschende, das doch den Kick ausmacht, den wir uns wünschen?" Das
Fußballspiel übertrug Peters auf das Leben, das es kreativ zu
gestalten gelte, im "Spiel des Lebens und im Zusammenspiel mit
anderen". Er fügte hinzu: "Mit der Ouvertüre dieses Gottesdienstes
stellen wir uns unter Gottes Schutz und wollen darin unser Bekenntnis
ausdrücken, ihn hochzuhalten und groß sein zu lassen in unserem
Leben. Zugleich bitten wir gemeinsam um einen schönen Fußballabend,
an dem wir alle in ganz unterschiedlicher Weise beteiligt sind: Als
Spieler auf dem Platz, als Mannschaftsbetreuer, Schiedsrichter oder
Sanitäter, als Polizist oder Volunteer zusammen mit den vielen
Tausend im Stadion und den noch viel mehr an den Bildschirmen."
Dr. Bernhard Felmberg, der Sportbeauftragte des Rates der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), verwies in seiner
Einführung auf den oft mit dem DFB Pokal verbundenen Fangesang 'Und
wir holen den Pokal - Halleluja!'. Das Halleluja gehöre zu den
Kernbestandteilen des christlichen Gottesdienstes. "Keiner kommt aus
unseren Gottesdiensten heraus ohne es an irgendeiner Stelle gesungen
oder gesprochen zu haben." Dieser Aufruf enthalte im Gottesdienst
einen klaren Impuls: Singt mit, lobt auch ihr unsern Gott, denn er
ist groß und mächtig. Auf dem Fußballplatz tauche dieses gemeinsame
Loben in neuem, säkularen Gewand auf: "Als Christen können wir gut
und laut und kräftig mitsingen für unsere Mannschaft, wenn wir uns
immer wieder mal klar machen: Gott rufen wir mit diesem Halleluja
nicht an, weder den Fußballgott noch den christlichen Gott, denn Gott
wohnt jenseits aller Pokalfinale dieser Welt."
Der Einladung der beiden Kirchen zum Gottesdienst folgten neben
dem Präsidenten des Deutschen Fußballbundes (DFB) Wolfgang Niersbach,
der aktiv am Gottesdienst mitwirkte, weitere offizielle Vertreter des
DFB und des FC Bayern, die FIFA-Schiedsrichter Peter Gagelmann und
Thorsten Kinhöfer sowie zahlreiche Fans und freiwillige Helfer.
Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen der EKD und der
Deutschen Bischofskonferenz zeitgleich versandt. Wir bitten
Mehrfachsendungen zu entschuldigen.
Evangelische Kirche in Deutschland (EKD)
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