Allg. Zeitung Mainz: Fehlanzeige / Kommentar zur deutschen Kritik an Erdogan
ID: 1060714
Aufforderung aus der zweiten und dritten Reihe ihrer Koalition, den
türkischen Ministerpräsidenten am kommenden Samstag nicht in Köln
Wahlkampf machen zu lassen, aufnimmt. Passen würde ihr das schon.
Denn die Art und Weise, wie sich Erdogan zuhause aufführt, lässt die
ansonsten stets um Diplomatie bemühte Kanzlerin sehr vernehmlich mit
den Zähnen knirschen. Wie aber lässt sich ein eindrucksvolles Zeichen
setzen, ohne einen Großteil der zumeist extrem konservativ gesinnten
Türken hierzulande zu brüskieren? Denn Erdogan erfährt bei den
meisten von ihnen gerade wegen seiner kompromisslosen Art, gegen
seine Gegner vorzugehen, hohe Zustimmung. Für sie ist er der Retter
der Nation, der Architekt des wirtschaftlichen Aufschwungs, der
Übervater, der schon deshalb fast alles richtig macht. Sollte er am
Samstag in Köln reden, wird man das laut und deutlich vernehmen
können - trotz der völlig indiskutablen Art und Weise, wie er auf das
Grubenunglück reagiert hat. Um Erdogan in die Schranken zu weisen,
braucht es also weit mehr als den Hinweis, er sei als Wahlkämpfer
hierzulande nicht willkommen. Doch was wären die richtigen
Instrumente, mit denen man jemanden wie Erdogan zur Räson bringt? Die
Wahrheit lautet: Es gibt keine, wenn man nicht zugleich die Menschen
in der Türkei mitbestrafen will. Und noch eines spielt Erdogan in die
Hände: Die Türkei wird jetzt mehr den je strategisch gebraucht, denn
die Ukraine liegt quasi um die Ecke. Sollte die Lage dort weiter
eskalieren, wird man auf sie keinesfalls verzichten können. Erdogan
mag auf dem Weg in den Größenwahn sein, doch er weiß, dass ihm
derzeit niemand an den Karren fahren kann. - Das ist die Wahrheit,
und sie ist bitter.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Florian Giezewski
Regionalmanager
Telefon: 06131/485817
desk-zentral@vrm.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.05.2014 - 18:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1060714
Anzahl Zeichen: 2100
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 203 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allg. Zeitung Mainz: Fehlanzeige / Kommentar zur deutschen Kritik an Erdogan"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Allgemeine Zeitung Mainz (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte hält einen Austritt der FDP aus der Berliner Ampelkoalition für möglich. "Die Ergebnisse der FDP bei den vergangenen Landtagswahlen befinden sich im kaum noch messbaren Bereich", sagt Korte im neuen Podcast der VRM "Korte &
Es bleibt ein Störgefühl / Kommentar von Jens Kleindienst zum Karlsruher AfD-Urteil ...
Als demokratisch gewählter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag "bei der Gestaltung seiner inneren Organisation und des Geschäftsgangs ein weiter Spielraum zu". So hat es das Bundesverfassungsgericht jetzt bekräftigt - und sich damit selbst große Zurückhaltung auferlegt. Einzige
Wir brauchen eine Vision für unser Land / Kommentar von Dennis Rink zum Zustand Deutschlands ...
Wohin führt unsere Reise? Befindet sich Deutschland wirklich im Sinkflug? Und was bedeutet das für uns? Umfragen bestätigen regelmäßig, dass wir Deutsche uns diese Frage immer häufiger stellen - und dass wir Sorgen haben. Können wir hier noch sicher leben? Bleibt die Demokratie die sattelfest
Weitere Mitteilungen von Allgemeine Zeitung Mainz
WAZ: CDU-Vorstandsmitglied Otto Wulff warnt angesichts des Erdogan-Besuchs vor doppelter Staatsbürgerschaft ...
Eine Woche vor dem umstrittenen Wahlkampfauftritt des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Köln hat CDU-Vorstandsmitglied Otto Wulff vor einer Zunahme ausländischer Wahlkämpfe in Deutschland gewarnt. Die geplante doppelte Staatsbürgerschaft führe dazu, dass "demnäc
Sevim Dagdelen: Erdogans Hetze ist nicht willkommen ...
"Der türkische Ministerpräsident Erdogan wird seinen geplanten Wahlkampfauftritt in Köln wieder dazu nutzen, um zu spalten und die Menschen aufeinander zu hetzen. DIE LINKE verurteilt Erdogans Hetze gegen Gewerkschaften und Demonstranten aber auch gegen Minderheiten wie Aleviten und Kurde
Stuttgarter Nachrichten: zu Europawahlen: ...
Es ist also wie immer, wenn Europa zu den Wahlurnen ruft: Das Interesse der Wähler und Wählerinnen ist gering - längst auch in Deutschland. Man kann's drehen und wenden, wie man will: Europa macht nicht an, wirkt als Großes und Ganzes mäßig überzeugend, wenig zwingend. Eine Wirtschaft
Westfalenpost: Google-Urteil ...
Die zu Ende gehende Woche hat einige bemerkenswerte Nachrichten erzeugt, die möglicherweise unseren Umgang im Internet, das ja nicht nur ein Unterhaltungsmedium ist, sondern auch ein gigantischer Markt, nachhaltig verändern werden. Zum einen ist es das Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das




