NABU: Bereitsüber 50 Wölfe auf Straßen und Schienen getötet
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sind bereits über 50 Wölfe durch den Verkehr getötet wurden. "Der
Verkehrstod ist hierzulande die häufigste nicht natürliche
Todesursache bei freilebenden Wölfen", sagte
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. "Hinzu kommen die illegalen
Abschüsse von Wölfen. Der Mensch ist damit die größte Gefahr für die
dauerhafte Rückkehr der Wölfe nach Deutschland", so Miller weiter.
Wölfe legen auf den Wanderungen durch ihr Revier und bei der Suche
nach einem neuen Territorium zum Teil mehr als 40 Kilometer am Tag
zurück. Sie durchschwimmen dabei nicht nur Flüsse, sondern müssen auf
ihren Wegen sehr häufig auch Straßen und Schienen überqueren. In den
vergangenen Jahren sind sowohl erwachsene als auch Jungwölfe häufig
bei der Überquerung von Bundesstraßen und Autobahnen zu Tode
gekommen. Auch durch den Schienenverkehr sind schon mindestens vier
Wölfe gestorben.
"Die hohe Zahl an überfahrenen Wölfen macht deutlich, welche
Gefahr das Straßennetz in Deutschland für wandernde Tierarten
allgemein darstellt", sagte Moritz Klose, NABU-Referent für
Wolfsschutz. Mehr als 200.000 Tiere kommen schätzungsweise jährlich
auf Straßen und Schienen zu Tode. Mit rund 230.000 Kilometern
überörtlichen Straßen besitzt Deutschland eines der dichtesten
Straßennetze der Welt. Der NABU fordert deshalb, die Durchgängigkeit
der Landschaft für alle wandernden Tiere wiederherzustellen und dafür
auch das im Jahr 2012 von der Bundesregierung beschlossene
Bundesprogramm Wiedervernetzung endlich mit ausreichenden
finanziellen Ressourcen zu unterlegen. Querungshilfen wie Grünbrücken
können die Folgen der ökologischen Zerschneidung von Verkehrswegen
reduzieren und stellen eine unverzichtbare Hilfe für den Ortswechsel
vieler Arten dar. Somit nutzen sie nicht nur dem Wolf, sondern auch
Luchs, Wildkatze und Rothirsch.
"Deutschland ist keineswegs ungeeignet für den Wolf, der sehr gut
in unserer Kulturlandschaft zurechtkommt", so Moritz Klose. "Der Wolf
genießt national wie international einen strengen Schutz. Die
Bundesrepublik ist auch von Seiten der Europäischen Union dazu
verpflichtet, für den Wolf Sorge zu tragen." Der NABU spricht sich
daher für ein nationales Wolf-Kompetenzzentrum aus, eine bundesweite
Einrichtung, die Bestandszahlen der Wolfsvorkommen sammelt und
Schutzmaßnahmen koordiniert sowie Forschungsprojekte betreut. Seit
2000 gibt es wieder frei lebende Wölfe in Deutschland. Durch die
Schutzbemühungen haben sich zwischen Nordsee und Tschechien 25 Rudel
entwickelt. Die Population umfasst derzeit etwa 100 erwachsene Wölfe
und gilt als stark gefährdet.
Weitere Informationen:
NABU-Bundeswildwegeplan:
www.NABU.de/imperia/md/content/nabude/naturschutz/wildwegeplan/4.pdf
Bundesprogramm Wiedervernetzung: www.bmub.bund.de/fileadmin/bmu-im
port/files/pdfs/allgemein/application/pdf/broschuere_wiedervernetzung
_bf.pdf
Eine Grafik zu den seit 2000 in Deutschland getöteten Wölfen mit
einer Übersicht nach Bundesländern kann zum kostenfreien Abdruck
unter www.NABU.de/presse/fotos/#wolf heruntergeladen werden.
Im Internet zu finden unter www.NABU.de
Pressekontakt:
Moritz Klose, NABU-Referent für Wolfsschutz, mobil 0173-2496400,
E-Mail: Moritz.Klose@NABU.de
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Datum: 28.05.2014 - 11:22 Uhr
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Berlin (voices) Pauline Schur, Teamleiterin Klima & Verkehr (NABU-Bundesverband) zum Themen-Impuls: Tempo 30: kleines Schild, große Debatte – wie viel Verkehrswende steckt wirklich drin?. Pressekontakt: Julian Bethke Pressesprecher +4915259189658 Julian.Bethke@nabu.de Copyright: NABU
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