Bundesweiter Greenpeace-Protest gegen Europas größtes Klimaverbrechen / Umweltschützer gehen in 37 Städten gegen Braunkohle-Tagebau auf die Straße
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Braunkohle-Pläne der ostdeutschen Bundesländer Brandenburg und
Sachsen demonstrieren am morgigen Samstag Greenpeace-Aktivisten
bundesweit in 37 Städten. Unter anderem in Dresden, Köln und
Frankfurt am Main rufen die Umweltschützer dazu auf, sich an der
ersten internationalen Anti-Kohle-Kette am 23. August zu beteiligen.
Diese soll vom polnischen Dorf Grabice über die Neiße bis nach
Kerkwitz in Brandenburg reichen. Beide Orte drohen weiteren geplanten
Tagebauen zum Opfer zu fallen. Interessenten werden über
Anreisemöglichkeiten informiert und können Protestmaterialien wie
Banner gestalten. "Braunkohle und Klimaschutz passen so gut zusammen
wie Brennspiritus und die Feuerwehr. Wer etwas gegen den
Kohle-Wahnsinn der Politik tun will, kommt am 23. August zur
Anti-Kohle-Kette in die Lausitz", sagt Anike Peters, Energieexpertin
von Greenpeace.
In der Lausitz spielt sich eines der größten Umweltverbrechen
Europas ab. Der schwedische Energiekonzern Vattenfall plant hier
weitere gigantische Braunkohlegruben. Gerade erst hat die
SPD/Linke-Koalition in Brandenburg sich für den neuen Tagebau
Welzow-Süd II entschieden. Alleine die Verbrennung der Braunkohle,
die hier ab dem Jahr 2026 abgebaggert werden soll, würde 200
Millionen Tonnen des Klimakillers CO2 freisetzen - vier Mal so viel
wie ganz Schweden im Jahr ausstößt. Noch größere Tagebaue sind in der
Region in Planung. Zum Beispiel in der benachbarten polnischen
Provinz Gubin-Brody. Braunkohle ist der klimaschädlichste aller
Energieträger. Für die gleiche Menge Strom erzeugt ein
Braunkohlekraftwerk in etwa drei Mal so viel CO2 wie ein modernes
Gaskraftwerk.
Widerstand gegen Braunkohle wächst
Die Klimawissenschaft ist in ihrer Analyse deutlich: Fossile
Brennstoffe wie Kohle müssen im Boden bleiben, wenn die
katastrophalen Folgen des Klimawandels verhindert werden sollen. "Die
Entscheidung von Brandenburgs rot-roter-Landesregierung gleicht einem
klimapolitischen Amoklauf. Wenn Deutschland eine Chance wahren will,
seine eigenen Klimaziele zu erreichen, darf es keine weiteren
Tagebaue geben", so Peters. Greenpeace fordert den langfristigen
Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahr 2030 und aus der Kohle
insgesamt bis zum Jahr 2040.
120.000 Menschen haben sich im vergangenen Jahr schriftlich gegen
den geplanten Tagebau Welzow-Süd II ausgesprochen. Ein Bündnis aus
lokalen Bürgerinitiativen, Kommunen und Umweltverbänden will diesem
wachsenden Widerstand aus der Region und aus ganz Deutschland am 23.
August mit der Menschenkette eine Stimme verleihen.
Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Anike Peters, Tel.
0171-878 08 39, oder Pressesprecher Gregor Kessler, Tel. 0151-72 70
29 18. Infos zur Menschenkette: www.humanchain.org Pressestelle:
Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace im
Netz: www.greenpeace.de, http://twitter.com/greenpeace_de,
www.facebook.com/greenpeace.de
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Datum: 13.06.2014 - 10:28 Uhr
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