Weser-Kurier: Zum Nitrat im Grundwasser schreibt Silke Looden:
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oberflächennahen Grundwasser nachgewiesen. Es ist aber nur eine Frage
der Zeit, bis der Stickstoff in tiefere Schichten zum Trinkwasser
durchsickert, denn Wasser vergisst nicht. Wir müssen heute handeln,
um auch morgen noch sauberes Wasser gewinnen zu können. Es ist
unbestritten, dass die intensive Landwirtschaft Ursache des
Nitratproblems ist. Überall dort, wo zu viele Tiere zu viel Dung
hinterlassen, der dann auf die Felder ausgebracht wird, reichert sich
Stickstoff im Boden an. Biogasanlagen potenzieren das Problem, weil
diese vor allem mit Mais gespeist werden, der gegen eine Überdüngung
unempfindlich ist. So gelangen nicht nur die Gärreste auf die Äcker,
sondern auch unverhältnismäßig viel Gülle und damit noch mehr Nitrat,
wie es im Landkreis Rotenburg der Fall ist. Niedersachsen muss den
Nitrat-Eintrag reduzieren. Denn Stickstoff lässt sich mit heutigen
Methoden nicht aus dem Wasser herausfiltern und sammelt sich dann
irgendwann auch im menschlichen Körper an, wo er sich in Nitrit
umwandelt und Krebs verursachen kann. Eine Novellierung der
Düngeverordnung ist überfällig. Zu Recht droht die Europäische Union
bereits mit Sanktionen, wenn Deutschland die europäische
Nitratrichtlinie nicht bis 2015 umsetzt.
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Datum: 19.06.2014 - 21:20 Uhr
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