DBU fördert interaktive Ausstellung "Das Grüne Band - es lebe die Vielfalt" mit 115.000

DBU fördert interaktive Ausstellung "Das Grüne Band - es lebe die Vielfalt" mit 115.000 Euro

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(ots) -

Sperrfrist: 27.06.2014 15:00
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Grünes Band: neue interaktive Ausstellung will Natur mit allen Sinnen
begreifbar machen

DBU fördert Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum in Duderstadt mit
115.000 Euro

Heute erinnern nur noch alte Wachtürme an den ehemaligen
Grenzstreifen, der Deutschland fast 40 Jahre in Ost und West teilte.
Das naturbelassene Grüne Band, das sich über knapp 1.400 Kilometer
erstreckt, sichert bis heute die Lebensräume bedrohter Tier- und
Pflanzenarten. "Unsere Natur ist ein wichtiger Ort der Erholung, den
es für die nächsten Generationen zu bewahren gilt", sagte Dr.
Heinrich Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung
Umwelt (DBU). Die interaktive Ausstellung "Das Grüne Band - es lebe
die Vielfalt" im Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum Gut
Herbigshagen in Duderstadt soll jungen Besuchern künftig das Wirken
und Handeln im Naturschutz veranschaulichen. Im Rahmen des Festaktes
zum 20-jährigen Jubiläum der Heinz Sielmann Stiftung überreichte er
Stiftungsrätin Inge Sielmann und Vorstand Michael Beier das
Bewilligungsschreiben für die geplante Ausstellung, deren Errichtung
die DBU mit 115.000 Euro und ihrem Expertenwissen fördert. Eröffnen
soll sie im Herbst.

Die vom Berliner Büro stories within architecture geplante
Ausstellung soll die bisherigen Umweltbildungsangebote des
Natur-Erlebniszentrums ergänzen, sagte Holger Belz von der Heinz
Sielmann Stiftung. Sechs Erlebnisräume sollten den Besuchern auf
einer Fläche von 242 Quadratmetern unter anderem veranschaulichen,
was unter Biodiversität zu verstehen ist und Auskunft über die
unterschiedlichen Lebensräume und Bewohner des vor Ort befindlichen
Grünen Bandes geben. Die Ausstellung solle insbesondere Phänomene aus


der Natur aufgreifen und in einer neuen Perspektive darstellen. "Wir
wollen Prozesse in der Natur und natürliche Kreisläufe aufzeigen, das
Verhältnis von Mensch und Natur verdeutlichen und die vielfältigen
Maßnahmen und Möglichkeiten des Naturschutzes darstellen", so Belz.
Die Besucher erführen, dass Handeln und auch Nichthandeln des
Menschen Konsequenzen für die Natur haben.

Die Erlebnisräume sollten insbesondere für Kinder und Jugendliche
auditiv, haptisch und visuell aufbereitet werden. Belz: "Neben
klassischen Grafiken, Texten und Fotos werden wir aber auch moderne
Medien einsetzen. Damit sich auch Erwachsene und Familien
angesprochen fühlen, sind zum Beispiel ausstellungsbegleitende
Angebote vorgesehen, etwa Wanderungen und thematisch weiterführende
Umweltbildungsveranstaltungen zu wandernden Tierarten oder der
Beziehung von Mensch und Natur."

Die Ausstellung solle Anregungen geben, sich selbst aktiv für den
Naturschutz einzusetzen, so Bottermann. Die DBU selbst habe sich
dieses Ziel klar und deutlich auf die eigene Fahne geschrieben. Über
ihre gemeinnützige Tochter, die DBU Naturerbe GmbH, kümmere sie sich
inzwischen um rund 60.000 Hektar Naturerbeflächen an 47 Standorten
bundesweit - überwiegend ehemalige militärische Flächen, auf denen
sich wie im Grünen Band nach Ende des Ost-West-Konfliktes nun wieder
Fauna und Flora friedlich entwickeln könnten. Mit dem Erhalt und der
Pflege des Nationalen Naturerbes trage die DBU wesentlich zum
angestrebten Ziel bei, offene Lebensräume mit seltenen Arten durch
Pflege zu bewahren, Wälder möglichst ohne menschlichen Eingriff ihrer
natürlichen Entwicklung zu überlassen sowie artenarme Forste zu
naturnahen Wäldern und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch
aufzuwerten oder zu erhalten. Bottermann: "Eine gigantische Aufgabe!"

Sowohl der inhaltliche Aufbau der Ausstellung in Duderstadt als
auch die didaktische Herangehensweise könnten dieses Ziel
unterstützen und dazu beitragen, Neugierde zu wecken und Denkanstöße
zu geben, um ein motiviertes Lernen durch Interaktion zu fördern. Die
Ausstellung solle Fragen aufwerfen, deren Antworten sich jeder
Besucher selbstständig erarbeiten kann.

"Im Rahmen einer Begleitevaluation sind eine Bestands- und
Besucheranalyse, Besucherbefragungen, Expertenrundgänge und ein
Weiterentwicklungs-Arbeitskreis mit den Mitarbeitern der Heinz
Sielmann Stiftung und den Ausstellungsdesignern vorgesehen", so Belz.
Die Ausstellung werde ab Herbst in der ehemaligen Remise zu sehen
sein.



Pressekontakt:
Ansprechpartner
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
Sina Hindersmann
Anneliese Grabara

Kontakt DBU
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon:0541|9633-521
Telefax:0541|9633-198
presse@dbu.de
www.dbu.de

Ansprechpartner für Fragen zum Projekt:
Holger Belz
Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen
Telefon: 05527/914119
E-Mail: h.belz@sielmann-stiftung.de

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