Weser-Kurier: Zur Energiewende-Reform schreibt Norbert Holst:
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Reform des Erneuerbare-Energie-Gesetzes. Herausgekommen ist am Ende
eine Flickschusterei, die die schlimmsten Auswüchse des Schlamassels
begrenzen soll. Zwar nörgeln Opposition, Umweltverbände und
Industrie, aber so richtig weh tut diese Reform niemanden. Mit der
Deckelung des Ausbaus, modifizierten Industrie-Rabatten und der neuen
Eigenstrom-Umlage moderiert dieses Gesetz den Prozess. Und es
verschafft Investoren endlich neue Sicherheit. Aber die Systemfehler
bleiben: Es ist zu wenig Markt auf dem Markt. Siehe Strombörse: Je
billiger der Strom gehandelt wird, desto höher steigt die EEG-Umlage.
Ein Wahnsinn. Aber die Abrissbirne für die Energiewende, wie es die
Opposition unterstellt, ist dieses Gesetz auch nicht. Top oder flop -
darüber entscheiden andere Fragen: etwa das Gelingen der geplanten
Stromtrassen, die Suche nach Speichertechniken, nicht zuletzt der
Aufbau "intelligenter Netze", um Erzeugung und Verbrauch zu
optimieren. Auch wird entscheidend sein, ob Deutschland in Sachen
Energieeffizienz den Dreh findet - Experten sehen hier ein
Riesenpotenzial. Die Koalition will diese Fragen angehen. Man mag
Gabriel wünschen, dass er bei diesen Fragen mehr Mut aufbringt als
bei der EEG-Novelle.
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Datum: 27.06.2014 - 21:27 Uhr
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