Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Trickreiche Ferienverlängerung
Schlechtes Vorbild
Hubertus Gärtner
ID: 1080287
in Nordrhein-Westfalen heute die schönste Zeit des Jahres. Endlich
können sie mal gemeinsam ausspannen und die Sorgen des Alltags
weitgehend vergessen. Leider ziehen pünktlich zum Urlaubsbeginn aber
auch überall die Preise an. Hotels und Pensionen werden teurer, auch
für Flugreisen und fürs Tanken muss deutlich mehr Geld auf den Tisch
gelegt werden. Eigentlich ist das ungerecht. Denn Eltern mit
schulpflichtigen Kindern werden auf diese Weise bestraft - mindestens
werden sie gegenüber anderen benachteiligt. Auf den ersten Blick ist
es deshalb verständlich, wenn Familien einige Tage früher ins
Vergnügen starten wollen. Sie stehen dann nicht im Stau und sparen
auch noch viel Geld, wenn sie ihre Kinder ein paar Tage eher "aus der
Schule nehmen". Das geschieht zwar nicht flächendeckend. Aber während
an normalen Schultagen die Quote der Krankmeldungen bei zwei bis drei
Prozent liegt, schnellt die Zahl vor und nach den Ferien plötzlich
auf das Doppelte hoch. Viele Schulleiter, auch solche aus der Region,
wissen von fadenscheinigen Entschuldigungen oder sogar fragwürdigen
ärztlichen Attesten zu berichten, die ihnen bei vorzeitigem
Ferienbeginn schon mal präsentiert wurden. Seltsame Ausreden, wie
jene von der "kranken Oma im Ausland" die es dringend zu besuchen
gelte, müssen manchmal ebenfalls als Begründung herhalten. Einige
Eltern denken, dass es sich bei der ertricksten "Ferienverlängerung"
um ein Kavaliersdelikt handelt, weil in der Schule ja ohnehin nicht
mehr viel passiere. Aber sie sind im Irrtum. Die Schulpflicht gilt
bis zum letzten Schultag - und wer die Vorschrift unterläuft,
riskiert ein Bußgeld bis zu 1.000 Euro. Die meisten Schulleitungen
suchen zunächst den Dialog, um solche Sanktionen zu vermeiden. Das
ist gut so. Trotzdem: Vorsätzliche "Ferienverlängerer" müssen zur
Kasse gebeten werden. Solche Eltern sind kein gutes Vorbild. Wenn
alle ihrem Beispiel folgten, wäre der Schulbetrieb nicht mehr
aufrechtzuerhalten. Es gäbe bald nur noch Ferien.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 03.07.2014 - 20:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1080287
Anzahl Zeichen: 2406
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 239 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Trickreiche Ferienverlängerung
Schlechtes Vorbild
Hubertus Gärtner"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar
Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Verdi-Chef sieht Angriff auf alle Bereiche des Sozialstaats ...
Bielefeld. Der Chef der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft Verdi, Franke Werneke, warnt davor, Reformen auf dem Rücken der Beschäftigten durchzusetzen. "Es gibt gerade einen Angriff auf praktisch alle Bereiche des Sozialstaats - auf Arbeitnehmerrechte, Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
Stuttgarter Nachrichten: zur Studieüber Kulturabgebot der Städte: ...
Die Zahlen sprechen für sich: Stuttgart verbucht pro Kopf die meisten verkauften Tickets für Oper, Schauspiel, Ballett, klassische Konzerte, aber auch Musicals und Kino. Und überrascht zudem mit einem hohen Umsatz in der Kreativwirtschaft, sprich in Bereichen wie (Animations-)Film und Ausst
Allg. Zeitung Mainz: Außer Kontrolle / Kommentar zur NSA ...
Der Staatsanwalt hat einen Verdacht, will eine Wohnung durchsuchen oder ein Telefon überwachen. Ohne einen richterlichen Beschluss geht das in der Regel nicht. Der Richter schaut sich das an, unterschreibt. Falls sich am Ende des Tages die Vorwürfe in Luft auflösen oder von Anfang an nur heiÃ
Allg. Zeitung Mainz: Zur Individualität / Kommentar zu den Ganztagsschulen ...
Manche Lösungen scheinen so einfach. 70 Prozent der Eltern fordern Ganztagsschulen. Na dann richten wir solche Angebote doch flächendeckend ein. Endlich kommt die Chancengerechtigkeit, Ghettokinder sitzen acht Stunden neben Wohlstandsnachwuchs. Einer will Geige lernen, eine will Fußball spiel
Schwäbische Zeitung: Hürden hindern beide Seiten - Kommentar ...
Auf kurze Sicht könnte die Schweizer Initiative gegen Masseneinwanderung dem Südwesten Deutschlands sogar nutzen: Die auch bei uns gefragten Lehrer, Ärzte und Ingenieure überlegen es sich zweimal, ob sie Deutschland verlassen, wenn sie am herzlichen Willkommen in der Schweiz zweifeln. Doch auf




