Weser-Kurier: Kommentar von Wigbert Gerling zur Bezahlung von Polizei-Einsätzen beim Fußball
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ist das international interessanter, wenn in dem Sack kein Reis ist,
sondern eine Ballkollektion für ein Testspiel des Vereins auf
Asienreise. Bremen ist nicht überbordend bekannt, die Mannschaft
schon. Aber: Werder jongliert wie alle Bundesligavereine mit
Millionen. Auch das stimmt und feuert die Fantasie von Bremer
Politikern an, die die Ausgaben für Polizei-Einsätze bei
Werder-Spielen sehen und sich parallel Gedanken über die Schließung
einer Sozialeinrichtung machen, wo sie oft um Tausend-Euro-Beträge
ringen müssen. Werder ist gut für Bremen - aber Polizei-Einsätze beim
Fußball sind der Stadt nicht lieb und vor allem teuer. So ist es
verständlich, wenn ein Ausweg für politische Helden gesucht wurde.
Das Kommando "zahlen!" soll vorrangig nicht an den SV Werder gehen,
der genug unter sportlicher Schwäche, Stadion-Finanzierung und
Hochwasserschutz ächzt. Das Geld soll möglichst von der finanzstarken
Deutschen Fußball-Liga kommen. Die DFL soll auf rechtlichem Feld
herausgefordert werden, damit eines Tages überall in der Republik die
Ausgaben für die Polizei-Einsätze erstattet werden. Bremens
kontrollierte Offensive heißt: Wasch' mir das Trikot, aber mach' mich
nicht so nass.
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Datum: 03.07.2014 - 21:03 Uhr
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