WAZ: SPD-Fraktionschef Oppermann fürchtet Kapazitätsprobleme bei deutschen Nachrichtendiensten
ID: 1086570
der Fraktionschef der SPD im Bundestag, Thomas Oppermann, die
deutschen Geheimdienste vor Kapazitätsproblemen bei der
Gefahrenabwehr. Die Spionageabwehr werde sich künftig auch gegen
befreundete Geheimdienste richten und deren Spionage verhindern
müssen, sagte Oppermann der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ,
Montagausgabe). Dies habe aber weitreichende Folgen für die Arbeit
der Geheimdienste, weil es Kapazitäten koste: "Die Dienste können
sich nicht mehr voll auf die Abwehr konkreter Bedrohungen
konzentrieren. Das ist ein Problem."
Oppermann sagte, man könne nicht ausschließen, dass es weitere
US-Spione in Berlin gebe. Wer hier spioniere, müsse mit der ganzen
Härte des Gesetzes verfolgt werden. Zugleich wandte er sich gegen
überzogene Reaktionen: "Es geht nicht darum, den Konflikt mit den USA
weiter eskalieren zu lassen. Wir müssen uns darum bemühen, dass wir
ein gemeinsames Verständnis der Probleme bekommen." Notwendig sei
eine Wertedebatte zwischen Deutschland und den USA, die durch eine
stabile Partnerschaft verbunden seien.
Der SPD-Politiker wandte sich damit auch gegen Forderungen, die
Verhandlungen um ein Freihandelsabkommen mit den USA zu stoppen. Ein
solcher Stopp als Reaktion auf Spionage helfe nicht, Vertrauen wieder
aufzubauen - genau darum müsse es aber jetzt gehen. Forderungen, den
früheren NSA-Mitarbeiter Edward Snowden nach Deutschland zu holen,
lehnte Oppermann als "Sandkastenspiele" ab. Er halte nichts davon,
mit Snowden "die Amerikaner zu ärgern, weil sie uns geärgert haben."
Dass Snowden noch bei der Aufklärung helfen könne, bezweifele er.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.07.2014 - 14:14 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1086570
Anzahl Zeichen: 2018
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 290 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: SPD-Fraktionschef Oppermann fürchtet Kapazitätsprobleme bei deutschen Nachrichtendiensten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Weser-Kurier: Zur ungelösten Zypernfrage schreibt Susanne Güsten: ...
Trauriger Jahrestag - die Mittelmeerinsel Zypern ist seit 40 Jahren geteilt. Am 20. Juli 1974 schickte die Türkei ihre Soldaten in den Nordteil der Insel und reagierte damit auf einen Putsch griechischer Nationalisten in Nikosia, die den Anschluss Zyperns an Griechenland durchsetzen wollten. Die
Rheinische Post: Union bringt Blauhelmmission für die Ukraine ins Gespräch ...
Nach dem Flugzeugabschuss in der Ostukraine hat die Union einen UN-Blauhelmeinsatz für die Region vorgeschlagen. "Wir brauchen jetzt schnellstmöglich einen international überwachten Waffenstillstand", sagte Unionsfraktionsvize Andreas Schockenhoff der in Düsseldorf erscheinenden "
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar "Putins schwere Schuld" von Ulrich Krökel zur Flugzeugtragödie in der Ostukraine ...
Die Reaktion des Kremls auf die Flugzeugtragödie in der Ostukraine zeigt einmal mehr die Unverfrorenheit, mit der Wladimir Putin in dem blutigen Konflikt handelt. Die Regierung in Kiew sei für die Katastrophe verantwortlich, denn "natürlich trägt der Staat, über dessen Territorium sic
Stuttgarter Nachrichten: zum Flugzeug-Abschuss: ...
Wer ist schuld? Darf man die Frage überhaupt so stellen? Sind nicht alle für diesen Absturz mitverantwortlich, die den Konflikt in der Ostukraine anheizen, um in ihren Ländern das eigene Süppchen zu kochen - unfähig, ins friedensstiftende Gespräch zu kommen, unwillig, schmerzhafte Kompromi




