Adipositas nimmt weiter an Gewicht zu - Bundestagsmitglied Monstadt warnt vor Gefahren der Adipositas – Forschungsförderung für unabdingbar
München, den 21.07.2014 – In Deutschland leben immer mehr Menschen mit starkem Übergewicht. Eine aktuelle Studie des Rostocker Zentrums zur Erforschung des Demografischen Wandels hat berechnet, dass bei gleichbleibender Entwicklung die Adipositasprävalenz bei den über 50-Jährigen bis zum Jahr 2030 um 80 Prozent steigen wird. Bundestagsmitglied Dietrich Monstadt, seit Anfang des Jahres Berichterstatter für Adipositas und Diabetes seiner Fraktion, fordert ein koordiniertes Vorgehen und mehr Aufklärung, um diese Entwicklung zu stoppen. Er spricht sich eindeutig für eine Weiterförderung der Adipositasforschung im Rahmen des Kompetenznetzes Adipositas aus.
80 Prozent mehr ältere Adipositasbetroffene bis 2030?
Aktuelle Studien wie jene am Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels verdeutlichen die Dringlichkeit des Themas: Anhand der Simulation sechs verschiedener Szenarien wurde ermittelt, wie sich die Zahlen leicht übergewichtiger und fettleibiger Menschen bis zum Jahr 2030 entwickeln werden. Dabei konzentrierte sich die Analyse auf die Gruppe der über 50-Jährigen. Es wurde errechnet, dass die Zahl der über 50-Jährigen mit Adipositas bis 2030 um 80 Prozent zunehmen wird, sofern sich der Anstieg im gleichen Tempo wie zwischen 1999 und 2009 fortsetzt. Selbst wenn sich der Anstieg – wie für eines der positiveren Szenarien errechnet – um 75 Prozent verlangsamt, wird es noch immer um 30 Prozent mehr Menschen mit Adipositas im Vergleich zu 2009 geben.
Im europaweiten Vergleich steht Deutschland damit gar nicht gut da. Bei den über 50-Jährigen mit Adipositas rangiert Deutschland an zweiter Stelle hinter Spanien. Wenn der gegenwärtige Trend anhält, könnte der frisch gekürte Fußballweltmeister den Spaniern schon im Jahr 2020 auch hier den Rang ablaufen.
Kompetenznetz Adipositas als wichtige Plattform
Unter diesen Aspekten bleibt es weiterhin unverständlich, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Fördergelder für das seit 2008 erfolgreich laufende bundesweite Kompetenznetz Adipositas bereits nach der Hälfte der geplanten Laufzeit von zwölf Jahren einstellen will. Dabei hat das Kompetenznetz Adipositas eine bemerkenswerte bundesweite Vernetzung der führenden Einrichtungen aus unterschiedlichen Disziplinen erreicht. Neben einer Expertenplattform für transdisziplinäre Adipositasforschung konnte im Kompetenznetz Adipositas eine starke Infrastruktur mit zentraler Geschäftsstelle sowie Patientenregister, Referenzzentren, Biobanken und Methodenplattformen aufgebaut werden, die unbedingt erhalten werden muss.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das Kompetenznetz Adipositas verbindet bundesweit Experten im Bereich Adipositas. Im Netzwerk organisierte Verbünde erforschen Ursachen und Risikofaktoren für die Entstehung der Adipositas. Sie entwickeln und überprüfen neue Therapien sowie Präventionsstrategien. Das Kompetenznetz stellt fundierte und verständliche Informationen für Ärzte, Verbände, Medien und Betroffene bereit. Damit sorgt das Netzwerk für eine Vernetzung und Stärkung der Adipositasforschung in Deutschland, für einen verbesserten Wissenstransfer der medizinischen Forschung und am Ende für eine bessere Versorgung der Betroffenen. Weitere Informationen finden Sie unter www.kompetenznetz-adipositas.de. Die Rubrik „Forschung kompakt“ macht Wissenschaft für Alle verständlich.
Datum: 22.07.2014 - 10:17 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Dr. Christina Holzapfel
Stadt:
München
Telefon: 089 289 249 23
Kategorie:
Ernährung
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