Kölner Stadt-Anzeiger: NRW-Grüne widersprechen Göring-Eckardt beim Ehegattensplitting
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Steuerpolitik. Nachdem die Fraktionschefin im Bundestag, Katrin
Göring-Eckardt, entgegen früherer Forderungen für die Beibehaltung
des Ehegattensplittings plädierte, setzte sich NRW-Grünen-Chef Sven
Lehmann im "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montagsausgabe) für eine
Abschmelzung des Ehegattensplittings ein. In Deutschland würde fast
jedes dritte Kind in Familien ohne Trauschein aufwachsen. "Diese
Familien und Alleinerziehende werden durch das Splitting steuerlich
schlechter behandelt, während Ehen ohne Kinder milliardenschwer
subventioniert werden", sagte Lehmann. "Das ist zutiefst ungerecht
und entspricht nicht einer modernen Familienförderung". Er plädierte
für eine Grundsicherung, die jedes Kind in gleicher Höhe fördert,
"und zwar unabhängig von der Lebensform der Eltern". Deshalb Lehmanns
Forderung: "Zur Finanzierung wollen wir das Ehegattensplitting
abschmelzen". Göring-Eckardt hatte mit Blick auf die enttäuschende
Bundestagswahl kritisiert: "Dass wir in der Steuerpolitik so viele
Reformvorhaben aufeinandergetürmt haben, war ein Fehler". Vor allem
sei es falsch gewesen, dass die Grünen das Ehegattensplitting
streichen wollten.
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Datum: 24.08.2014 - 17:52 Uhr
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