ADAC-Crashtest: Streifschüsse manchmal gefährlicher als Volltreffer
ID: 110148
Streifschüsse manchmal gefährlicher als Volltreffer
ADAC-Crashtest
Club fordert mehr Partnerschutz auch bei nicht alltäglichen Unfällen
Wenn zwei Fahrzeuge bei einem Frontalunfall vollflächig aufeinandertreffen, kann das für die Insassen oft günstiger sein, als wenn sie seitlich stark versetzt kollidieren. Das ist das Ergebnis eines ADAC-Crashversuchs, bei dem zwei aktuelle Opel Astra H Modelle mit geringer Überdeckung (weniger als 25 Prozent) bei Tempo 56 aufeinanderprallten. Die Knautschzonen, die bei einem vollflächigen Aufprall Energie abbauen können, wirken in diesem Fall nur noch eingeschränkt, weil sich die Längsträger gegenseitig nicht abstützen können. Beim aneinander Vorbeischrammen besteht die Gefahr, dass sich die Räder verhaken. Durch die Wucht des Aufpralls kann so das Vorderrad in den Fußraum des Fahrers eindringen und schwerste Beinverletzungen verursachen.
Beim ADAC-Test kam den Fahrzeugen die positive Auswirkung der sogenannten geometrischen Kompatibilität zweier baugleicher Autos zu Gute. Deshalb standen die Fahrgastzellen zwar kurz vor der Belastungsgrenze, blieben aber stabil. Ein Unfall mit zwei unterschiedlichen Fahrzeugen hätte fatalere Folgen gehabt.
In einem zweiten Versuch mit modifizierten Fahrzeugen zeigte der ADAC, dass auch bei einem Unfall mit geringer Überdeckung mehr Sicherheit für die Insassen möglich ist. Eine seitlich eingebaute Abgleitstruktur aus eingeschweißten Stahlblechen verhindert das Verhaken der Räder, die Fahrzeuge werden abgelenkt und gleiten aneinander vorbei. Die Belastungswerte für die Insassen konnten mit dieser baulichen Veränderung um ein Drittel reduziert werden.
Um die Gefahren der Kollision mit geringer Überdeckung zusätzlich zu minimieren, fordert der Club die Hersteller auf, eine Notbremsfunktion einzubauen, die nach einer Kollision über die Airbagsensorik und das ESP eingeleitet wird. Der ADAC kritisiert außerdem, dass, obwohl mehr als jeder fünfte Frontalunfall bei geringer Überdeckung auftritt, sich kein gängiges Prüfverfahren damit befasst. Ein guter Partnerschutz ist der wichtigste Garant dafür, die Unfallfolgen weiter zu reduzieren. Daher fordert der Club den Gesetzgeber auf, Crashtests einzuführen, in denen dieses Verhalten überprüft wird.
Laut ADAC Unfallforschung gab es 2007 in Deutschland rund 10 000 Unfälle mit geringer Überdeckung. Dabei wurden 75 Menschen getötet und über 1 500 schwer verletzt.
Am Westpark 8 ? 81373 München
Telefon 089 / 7676-2411 ? Telefax 089 / 7676-2801
E-Mail: presse@adac.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 13.08.2009 - 13:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 110148
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 373 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"ADAC-Crashtest: Streifschüsse manchmal gefährlicher als Volltreffer"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
ADAC (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Wie wirksam sind staatliche Eingriffe in den Kraftstoffmarkt tatsächlich - und was kommt davon bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des heutigen "ADAC Gesprächs zur Mobilität" in Berlin. Der ADAC brachte dabei Vertreterinnen und Vertreter aus
Spritpreise: Benzin fällt leicht, Diesel stabil Ölpreis deutlich gesunken / Preisniveau aus Sicht des ADAC zu hoch ...
Wie aktuelle Zahlen des ADAC zeigen, kostet Super E10 im Wochenvergleich im bundesweiten Mittel rund 2,267 Euro je Liter. Damit sinkt der Preis um 3,3 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Der Dieselpreis bleibt im selben Zeitraum nahezu unverändert: 2,428 Euro müssen Verbraucher durchschnittlich je Lit
ADAC Winterreifentest 202632 Reifen aus zwei Größenkategorien im Test / Über die Hälfte der Kleinwagen-Reifen nicht empfehlenswert ...
Winterreifen gibt es viele, aber nur wenige Produkte sind wirklich gut. Das zeigt der ADAC Winterreifentest 2026, bei dem 32 Produkte aus zwei verschiedenen Reifengrößen getestet wurden: Die Dimension 185/65 R15 ist besonders bei Kleinwagen vertreten, die Größe 225/50 R17 passt dagegen zu vielen
Weitere Mitteilungen von ADAC
Erneuter Anstieg 2008, 81 Prozent aller deutschen Neuzulassungen mit ESP®, Anteil in Europa wächst ebenfalls stark ...
> ? ESP®-Pflicht nach USA und Europa auch in Australien verabschiedet ? Italien mit dem stärksten Wachstum 2008 ? Kleinwagen weiterhin oft ohne Schleuderschutz 2008 stieg der Anteil der in Deutschland neu zugelassenen Pkw mit dem Elektronischen Stabilitäts-Programm (ESP®) um zwei Pro
Hohe Temperaturen in Automotoren: ThyssenKrupp VDM liefert Werkstoffe für neue Turbolader ...
> Automobilhersteller arbeiten ständig an der weiteren Verbesserung der Motoren. Dadurch steigen auch die Ansprüche an die verwendeten Materialien. Da in den neuen Motorengenerationen immer höhere Abgastemperaturen von teilweise über 1.000 Grad Celsius auftreten, kommen in diesem Bereich z
FlexRay - Telemotive AG ...
(München, 13.08.2009) Als Mitglied des FleyRay Konsortiums bietet die Telemotive AG neben zahlreichen anderen Varianten auch Datenlogger mit FlexRay an, den blue PiraT 2C2FR und den blue PiraT 6C2L2FR. Basierend auf dem Standardgerät 2C zeichnet der blue PiraT 2C2FR neben MOST25, CAN und den se
TÜV NORD Mobilität: Sicher auf dem Schulweg ...
> Am Ende der Sommerferien beginnt für viele Kinder der sogenannte Ernst des Lebens: Die Schule fängt an und insbesondere die "Abc-Schützen" müssen lernen, ihren täglichen Schulweg sicher zu bestreiten. Hierbei gibt es vieles zu beachten, sowohl für die Kinder selbst als auch fü




