DBU fordert: keine Eingriffe in die Natur - Bestehende Flächen optimal nutzen
ID: 1105194
Anlässlich des Deutschen Naturschutztags in Mainz fordert die
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Eingriffe in die Natur zu
vermeiden und den Artenschutz zu unterstützen. "Wir müssen bestehende
landwirtschaftliche Flächen optimal nutzen statt neue zu generieren -
das gilt auch für notwendige Siedlungsflächen", sagt
DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann. Ein Instrument für den
Schutz von Natur und Mensch sei eine nachhaltige Landwirtschaft: "Die
wachsende Weltbevölkerung muss ernährt werden. Trotzdem darf der
Zusatzbedarf an Ackerflächen nicht zulasten der Umwelt gehen. Deshalb
müssen wir mit Hilfe des technischen Fortschritts auf bestehender
Fläche effizienter wirtschaften, Erträge steigern und gleichzeitig
hohe Nachhaltigkeitsstandards einhalten." Erhalt der Natur und Nutzen
der Landschaft müssten in Einklang gebracht werden.
Nur eine nachhaltige Landwirtschaft könne den zusätzlichen Bedarf
an Nahrung decken und gleichzeitig schädigende Wirkungen auf Wasser,
Boden, Luft, Arten und Biotope auf ein dauerhaft tragfähiges Maß
verringern, so Bottermann.
Für die Zukunft mit einem allseits anerkannten Leitbild einer
Nachhaltigen Entwicklung sei es von großer Bedeutung, die
Nachhaltigkeitsdefizite der Landwirtschaft klar zu benennen, sachlich
fundierte Ziele zu definieren und praktikable Lösungsansätze für eine
nachhaltige Landwirtschaft zu erarbeiten. Die DBU hat für Deutschland
und die EU konkrete Handlungsfelder identifiziert, auch für die
eigene Förderarbeit. Um die Zukunftsaufgaben zu meistern, sei es
erforderlich, zunächst ein "umfassendes Bewertungssystem der
Nachhaltigkeit zu entwickeln und zur breiten Anwendung zu bringen,
faktenbasiert, transparent und in aggregierter Form auch für
Verbraucher verständlich und nutzbar." Das gelte auch für Kriterien
der artgerechten Haltung von Tieren. Dem Festlegen der
Nachhaltigkeitsziele sei ein breit angelegter gesellschaftlicher
Diskussionsprozess voranzustellen.
Ein konkretes Handlungsfeld findet sich laut Bottermann in der
Landnutzung: "Wir müssen einen weiteren Landnutzungswandel eindämmen.
Das gilt global, indem möglichst kein Naturland in Agrarland
umgewandelt wird. Auf nationaler Ebene muss der Flächenumfang von
Grünland und Ackerland stabil gehalten werden. Wenn aber neue
Siedlungsflächen doch nicht vermeidbar sind, muss das durch
Rekultivierung vollständig ausgeglichen werden." Darüber hinaus
müssten Stickstoffverluste vermindert und Nährstoffe wiederverwendet
werden.
Mit Blick in die Zukunft stehe die globale Landwirtschaft vor
einer großen Herausforderung. Bottermann: "Einer weltweit stark
steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln mit hohen Ansprüchen an
Qualität und günstigen Preisen und gleichzeitig steigendem Bedarf
nach Futtermitteln sowie nach Rohstoffen zur industriellen und
energetischen Nutzung stehen weltweit nur begrenzt Flächen gegenüber.
Aus Nachhaltigkeitsgründen kommt ein Landnutzungswandel, d.h. das
Umwandeln von Flächen mit natürlichen Ökosystemen wie Regenwälder,
Savannen und Moore durch das damit einhergehende Freisetzen von
Treibhausgasen und der negativen Wirkungen auf die Biodiversität
nicht in Frage. Deutschland kann mit seinem besonders hohen
Innovationspotenzial einen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen
Landwirtschaft leisten."
Die DBU selbst bemühe sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten intensiv,
einen Beitrag zur Lösung des Konflikts zwischen Naturschutz und
gesellschaftlichen Interessen zu leisten. Neben den Technik- und
Forschungsprojekten, die einer effizienten und umweltverträglichen
Landnutzung dienten, kümmere sie sich als Treuhänderin auf 60.000
Hektar Flächen des Nationalen Naturerbes, offene Lebensräume mit
seltenen Arten durch Pflege zu bewahren, Wälder möglichst ohne
menschlichen Eingriff ihrer natürlichen Entwicklung zu überlassen,
artenarme Forste zu naturnahen Wäldern und Feuchtgebiete sowie
Gewässer ökologisch aufzuwerten oder zu erhalten. Das Bundeskabinett
hatte mit der Verabschiedung der "Nationalen Strategie zur
biologischen Vielfalt" 2007 deren existenzielle Bedeutung für das
menschliche Leben betont.
Pressekontakt:
Ansprechpartner
Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -
Sina Hindersmann
Anneliese Grabara
Kontakt DBU
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon:0541|9633-521
Telefax:0541|9633-198
presse@dbu.de
www.dbu.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.09.2014 - 14:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1105194
Anzahl Zeichen: 4994
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Nahrung- und Genussmittel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 239 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"DBU fordert: keine Eingriffe in die Natur - Bestehende Flächen optimal nutzen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zukunftsweisendes Jubiläum in dem seit 2019 laufenden Green Startup-Programm (https://www.dbu.de/foerderung/green-start-up/) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU): Zum 100. Mal ist nun ein junges auf Umwelt- und Ressourcenschutz orientiertes Unternehmen in die Förderung aufgenommen worden. di.
Zukunft der Wirtschaft ist zirkulär / DBU fordert Forcierung einer umfassenden Kreislaufwirtschaft ...
Die Anstrengungen in Deutschland für eine umfassende Kreislaufwirtschaft müssen forciert werden. Das fordert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Blick auf den für morgen (Mittwoch) erwarteten Beschluss der Bundesregierung zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) (https://www.b
Regionale Kräuter und Gemüse aus ehemaligen Schweineställen / DBU fördert Startup Stallgrün mit 125.000 Euro ...
Jedes Jahr werden bundesweit laut Statistik-Portal Statista mehr als fünf Millionen Tonnen Gemüse importiert, auch weil wegen der jahreszeitlichen Bedingungen nicht alle gefragten Gewächse ganzjährig angebaut werden können. Das Münsteraner Startup Stallgrün (https://stallgruen.de/) hat ein Ko
Weitere Mitteilungen von Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
KTG Agrar SE CEO Siegfried Hofreiterüber die neue Unternehmensanleihe ...
Im Interview mit Kapitalerhöhungen.de spricht Siegfried Hofreiter, Vorstandsvorsitzender der KTG Agrar SE aus Hamburg, über die Emission einer weiteren Unternehmensanleihe und bietet Einblicke in die Geschäftsentwicklung. Die KTG Agrar SE produziert in Deutschland und Litauen auf einer FlÃ
Verdienter Sieg für den FC Bayern Basketball! Auch die zweite Auflage der "Krombacher Challenge" in der Hagener ENERVIE Arena war ein voller Erfolg und lieferte den Zuschauern ein spannende ...
Wenn sich die vier Basketball-Erstligisten Phoenix Hagen, Telekom Baskets Bonn, der deutsche Basketballmeister 2014 FC Bayern München Basketball und die BG Göttingen zum zweiten Mal ein spannendes Duell liefern, dann muss es sich um die zweite Auflage der Krombacher Challenge handeln. Am S
"Aus Liebe zum Nachwuchs. Mehr bewegen - besser essen." / Grundschulprojekt der EDEKA Stiftung startet durch ...
Die Nachhaltigkeitsinitiative der EDEKA Stiftung "Mehr bewegen - besser essen." startet mit Beginn des neuen Schulhalbjahres richtig durch: Über 400 Projekttage an Grundschulen in ganz Deutschland sind geplant. Im Mittelpunkt stehen die Themen "Ernährung", "Bewegung&qu
NORMA: Neue heiße Frühstückspreise am Start! / Schon wieder Preissenkung beim Discounter aus Nürnberg ...
Auch zum Start in den Spätsommer lässt NORMA die Preise fallen! Mit der schon achtzehnten Preissenkung im Jahr 2014 - die neuesten Tiefstpreise gelten wie immer selbstverständlich auf Dauer - können alle NORMA-Kunden erheblich bei köstlichen Frühstücksprodukten sparen: Sensationell günst




