Neue Westfälische (Bielefeld): Albig nennt Schäubles Vorschlag zur Lockerung der Schuldenbremse "vergiftetes Angebot"
ID: 1107695
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäubles Angebot, die Schuldenbremse
für die Bundesländer lockern zu wollen, in Schleswig-Holstein.
Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sagte in einem Gespräch mit der
in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Samstagsausgabe):
"Das ist ein vergiftetes Agebot, das sich vor einer Lösung drückt. In
Schleswig-Holstein geht eine Aufweichung gar nicht, weil die
Schuldenbremse in der Verfassung steht. Alle Bundesländer haben sich
auf den Weg gemacht, 2020 oder vorher keine neuen Schulden mehr zu
machen. Das ist richtig. Es sollte jetzt kein Ausweg eröffnet werden,
wieder in die Verschuldung zu flüchten." Die Schuldenbremse sei ein
wichtiges und erfolgreiches Instrument, um die Neuverschuldung der
öffentlichen Haushalte zu stoppen.
Albig plädierte allerdings dafür "in Deutschland eine ehrlichere
Debatte darüber zu führen, was Schulden genau sind. In meinen Augen
ist die marode Infrastruktur nur eine verdeckte Form von Schulden,
die in unseren öffentlichen Haushalten meistens leider nicht
auftauchen. Worauf wir warten, ist eine Antwort auf die Frage, wie
wir unser Land endlich reparieren können. Wir wissen, dass wir jedes
Jahr sieben Milliarden Euro über einen Zeitraum von knapp 20 Jahren
in unsere brüchige Infrastruktur investieren müssten. Dabei geht es
nicht um Neubau, sondern allein um die Reparatur der Bauwerke und
Verkehrswege, die unsere Wirtschaft braucht, um im internationalen
Wettbewerb bestehen zu können."
Alle wüssten, wo das Geld für die Reparatur am Ende herkommen
werde, so der SPD-Politiker: "Es ist immer das Geld von uns
Bürgerinnen und Bürgern. Entweder, indem wir Steuern erhöhen,
Nutzungs-Gebühren nehmen oder Leistungen an anderer Stelle im
Haushalt kürzen, die heute den Menschen zugute kommen. Andere Wege
gibt es in unserem Staat nicht. Mir ist wichtig, dass wir künftig die
Mittel für Infrastruktur auch zielgenau nur dafür ausgeben dürfen.
Das wir uns dazu verpflichten. Neben die Schuldenbremse muss eine
Reparaturpflicht treten. Das wäre ein Quantensprung in unserer
Steuerungsfähigkeit."
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.09.2014 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1107695
Anzahl Zeichen: 2532
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 299 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Albig nennt Schäubles Vorschlag zur Lockerung der Schuldenbremse "vergiftetes Angebot""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Höhe der Rente unterscheidet sich in NRW von Wohnregion zu Wohnregion teils erheblich. Bei Männern macht es im Jahr einen Unterschied von 5.000 Euro aus, ob sie in Münster (1.185 Euro/Monat) oder im Rhein-Erft-Kreis (1.591 Euro/Monat) leben. Frauen in Gelsenkirchen (818 Euro) bekommen im Jahr
Hunderte Verstöße gegen Spritpreisregel in NRW bleiben folgenlos - ADAC kritisiert "zahnlosen Tiger" ...
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar
Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
Rheinische Post: DIHK sieht EU und Russland in Sanktionsspirale ...
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht die EU und Russland in einer Sanktionsspirale. Mit ihren Strafmaßnahmen bleibe die EU im Rahmen, "in dem sie sich bereits in den vergangenen Monaten bewegt hat. Wir befinden uns aber zweifellos in einer Sanktionsspirale, die so nie
Rheinische Post: Bundes-Linke setzt auf Rot-Rot in Thüringen ...
Unmittelbar vor den Landtagswahlen in Thüringen hat die Bundespartei der Linken versucht, letzte Hindernisse für einen rot-roten Machtwechsel unter Führung des ersten Ministerpräsidenten der Linken in Deutschland aus dem Weg zu räumen. "Ich erwarte von allen Parteien, dass sie Respekt v
Rheinische Post: Nach IS-Verbot erwarten Muslime mehr Präventionsprogramme ...
Nach dem Verbot der Terrororganisation Islamischer Staat in Deutschland haben die Muslime die Gesamtausrichtung der Regierungspolitik kritisiert. "Zukünftig brauchen wir mehr flankierende Maßnahmen in Richtung Prävention, anstatt fast nur auf Repression zu setzen", sagte der Vorsitz
Rheinische Post: Nato plant Waffen-Depots im Baltikum ...
Das Nato-Bündnis prüft, Waffen und Material seiner neuen Schnelleingreiftruppe für die Ostflanke direkt in den betroffenen Ländern wie Estland, Lettland und Litauen zu deponieren. Das sagte General Hans-Lothar Domröse, ranghöchster deutscher Kommandeur in der Nato, der in Düsseldorf ersch




