Welthungerhilfe: Neue Studie zeigt gravierende Folgen von Ebola / Ebola-Gebieten droht Hungerkatastrophe
ID: 1109811
auch noch eine Hungersnot. Eine aktuelle Studie der Welthungerhilfe
hat festgestellt, dass sich die Folgen der Ebola-Epidemie in Sierra
Leone bis Anfang 2015 noch dramatischer auswirken könnten als bereits
die Krankheit selbst. "Ab März rechnen wir hier mit gravierendem
Hunger", warnt Jochen Moninger, seit vier Jahren Landeskoordinator in
Sierra Leone.
"Die Region zählt ohnehin zu einer der ärmsten der Welt. Wir
müssen uns jetzt auf Nahrungsmittellieferungen in großem Umfang
vorbereiten, das Gesundheitssystem verbessern, ein Frühwarnsystem
einrichten", betont Moninger. Die Lebensmittelpreise im ländlichen
Raum steigen rasant, auch weil Transporte nur noch tagsüber zu
bestimmten Zeiten erlaubt sind. Um die Epidemie einzudämmen, wurden
ganze Dörfer isoliert, in einigen Epizentren gehen die
Nahrungsmittelvorräte zur Neige. In diesem Jahr konnten nur noch rund
40 Prozent der Felder bewirtschaftet werden.
"Die Wirtschaft ist schon jetzt zusammengebrochen: Ausländische
Firmen haben das Land verlassen, lokale Märkte existieren nur noch
eingeschränkt. Um die weitere Ausbreitung der Epidemie zu stoppen,
dürfen Handels- und Verkehrswege nicht mehr benutzt werden",
beschreibt Moninger die Situation vor Ort.
Sierra Leone verzeichnete vor dem Ausbruch der Epidemie positives
Wirtschaftswachstum. Durch den externen Schock der Ebola-Epidemie,
wird das Land nun erheblich in seiner Entwicklung zurückgeworfen.
Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnte der Ebola-Ausbruch
Auswirkungen erreichen wie der Tsunami in Südostasien 2004, bei dem
mehr als 200.000 Menschen starben.
Für Interviewanfragen steht Jochen Moninger zur Verfügung.
Weitere Informationen unter www.welthungerhilfe.de
Pressekontakt:
Deutsche Welthungerhilfe e. V.
Pressestelle
Friedrich-Ebert-Straße 1
53173 Bonn
Ansprechpartner:
Simone Pott
Pressesprecherin
Telefon 0228 / 22 88 -132
Mobil 0172 - 25 25 962
presse@welthungerhilfe.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.09.2014 - 10:37 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1109811
Anzahl Zeichen: 2303
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn/Freetown
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 155 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Welthungerhilfe: Neue Studie zeigt gravierende Folgen von Ebola / Ebola-Gebieten droht Hungerkatastrophe"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Welthungerhilfe e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Fast zehn Millionen Menschen leiden in den von Ebola betroffenen Provinzen im Osten der Demokratischen Republik Kongo bereits unter akutem Hunger - nun breitet sich dort zusätzlich eine gefährliche Ebola-Variante aus, gegen die es keinen Impfstoff gibt. Die Welthungerhilfe warnt vor einer humanitÃ
Hunger überwinden ist möglich: Neuer Wirkungsbericht der Welthungerhilfe belegt, welche Maßnahmen langfristig wirken und warum starke lokale Systeme entscheidend sind ...
Kriege, wirtschaftliche Krisen und drohende finanzielle Kürzungen in vielen Bereichen bestimmen derzeit die Debatten in Deutschland. Die Welthungerhilfe zeigt dagegen, was wirkt: Hunger und Armut können nachhaltig bekämpft werden. Der neue Wirkungsbericht belegt, welche Maßnahmen langfristig den
Sudan: Drei Jahre Krieg - größte humanitäre Krise der Welt / Welthungerhilfe fordert konkrete Ergebnisse und finanzielle Zusagen bei der internationalen Sudan-Konferenz in Berlin ...
Drei Jahre nach Beginn des Krieges hat sich die Lage im Sudan zur größten humanitären Krise weltweit entwickelt. Fast zwei Drittel der Bevölkerung sind auf Hilfe angewiesen, mehr als 11,6 Millionen Menschen sind auf der Flucht, und über 19 Millionen leiden unter akutem Hunger. Gleichzeitig blei
Weitere Mitteilungen von Deutsche Welthungerhilfe e.V.
"International Peace Keeper" / Das neue Unternehmersiegel für Friedensmanagement (FOTO) ...
Pünktlich zum 21.09. dem Weltfriedenstag gibt Care-Energy den Startschuss für eine neue Art der Friedensbewegung. "Kriege und gewaltsame Auseinandersetzungen werden von den Beteiligten aus verschiedensten Gründen geführt: Innen- und außenpolitisches Machtstreben oder ein ents
GEOlino-UNICEF-Kinderwertemonitor 2014 / Kinder legen Wert auf Werte ...
Repräsentative Befragung deutscher Kinder von sechs bis 14 Jahren / Erstmals geben auch Väter Auskunft - Familie und Freundschaft sind das Wichtigste für Kinder, weit vor Geld und Besitz - Berufstätige Eltern leiden unter der knappen gemeinsamen Zeit - mehr als ihre Kinder - Insgesamt s
Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Hessen mit Volunta ...
Interessante freie FSJ Plätze in hessischen sozialen Einrichtungen sind sehr begehrt und deshalb auch schnell vergeben. Die DRK-Tochter Volunta, größter Träger für das FSJ Hessen, empfiehlt allen interessierten jungen Erwachsenen im Alter von 16 - 27 Jahren, sich rechtzeitig zu bewerben.
Bericht zur Barrierefreiheit: Deutscher Behindertenrat fordert Konsequenzen DBR-Sprecher Adolf Bauer: "Private Dienstleister stärker in die Pflicht nehmen." ...
Der Deutsche Behindertenrat (DBR) hat ein gemeinsames Eckpunktepapier für eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) vorgelegt. "Es geht uns insbesondere um eine verbindlichere Einbindung der privaten Anbieter von Dienstleistungen. Sie müssen gesetzlich dazu verpflichtet wer




