Atomexporte aus Jülich gefährden die Zusammenarbeit in der Endlagerkommission
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illegal am Standort des Kernreaktors in Jülich. Wegen mangelnder
Sicherheit hatte die nordrhein-westfälische Atomaufsicht verfügt,
dass die Castoren nicht mehr in Jülich bleiben dürfen.
Nun plant die Bundesregierung offenbar, den Atommüll zu
exportieren - ausgerechnet in die USA. Mit dem US-Energieministerium
wurde bereits eine Absichtserklärung zur Rücknahme der hochaktiven
Brennelemente in die USA unterzeichnet.
Für Jörg Sommer, Vorsitzender der Deutschen Umweltstiftung und
Mitglied der Endlagerkommission des Deutschen Bundestages, wäre das
ein "eindeutiger Rechtsbruch":
"Die Abgabe von Atommüll aus kommerziellen Leistungsreaktoren zur
Aufarbeitung ist gesetzlich untersagt. Der Leistungsreaktor in Jülich
hat bis heute insgesamt 1,5 Milliarden Kilowattstunden ins Netz
eingespeist. Um den dabei entstandenen hochradioaktiven Müll an der
Rechtslage vorbei ins Ausland verschieben zu können, wurde der bisher
als "kommerziell" geführte Reaktor nun kurzerhand zum
Forschungsreaktor umdefiniert."
Für die Deutsche Umweltstiftung ist dieses Vorhaben nicht nur
illegal - es gefährde, so Sommer, auch die Arbeitsgrundlage der
Endlagerkommission:
"Die Wahrnehmung der nationalen Verantwortung für unseren Atommüll
ist wesentliche Arbeitsgrundlage der Endlagerkommission. Wir brauchen
nicht über den Umgang mit dem Atommüll in Deutschland zu reden, wenn
er gleichzeitig illegal ins Ausland verschoben wird."
Sommer weiter: "Mit diesem Vorhaben gefährdet die Bundesregierung
die Arbeit der Kommission."
Pressekontakt:
Jörg Sommer
Vorstandsvorsitzender / Mitglied der Endlagerkommission des Deutschen
Bundestages
Deutsche Umweltstiftung
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin
Tel. 030 202384-280
Fax 030 202384-289
www.deutscheumweltstiftung.de
joerg.sommer@deutscheumweltstiftung.de
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Datum: 22.09.2014 - 09:20 Uhr
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