Weser-Kurier: Zu den Ermittlungen gegen Puten-Mäster schreibt Silke Looden:
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Landkreisen Aurich, Cloppenburg und Oldenburg zeigen vor allem eines:
Die Tierquälerei dauert an. Auch wenn die schockierenden Bilder, die
Tierschützer heimlich in den Ställen aufgenommen haben, am Ende für
eine Verurteilung nicht ausreichen. Die eigentlich Verantwortlichen
sitzen doch in den Fleischkonzernen, die ihren Vertragslieferanten
den Preis diktieren. Die aber machen sich die Hände die schmutzig. Am
Ende trifft es die Ausstaller, gegen die nunmehr ermittelt wird. Die
meist in prekären Arbeitsverhältnissen Beschäftigten haben keine
Wahl, müssen möglichst viele Puten in möglichst kurzer Zeit vom Stall
auf den Schlachthoftransporter befördern. Da wird geschlagen,
getreten und gestoßen. Das ist längst kein Geheimnis mehr und dürfte
auch zu den Bossen in der Fleischindustrie durchgedrungen sein.
Richtig ist, dass diejenigen, die Tiere quälen, dafür bestraft werden
sollten. Richtig ist aber auch, dass diejenigen, die dafür letztlich
verantwortlich sind, mal wieder davonkommen. Der Arm des Gesetzes
reicht da nicht weit genug. Ändern können am Ende nur die Verbraucher
etwas, indem sie das Fleisch aus der industriellen Massenproduktion
in den Kühlregalen der Supermärkte liegen lassen. Wo keine Nachfrage,
da kein Absatz. So einfach ist das und doch so schwer.
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Datum: 28.09.2014 - 21:27 Uhr
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