WAZ: Verunsicherte Geldanleger. Kommentar von Frank Meßing zu Strafzinsen
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muss auch noch Geld mitbringen, damit sie es anlegt. Die
Niedrigzinspolitik der EZB treibt Blüten, die nur zulasten einer
Klientel gehen: der Sparer. Sie können zusehen, wie ihr Vermögen
immer weiter schrumpft, Staaten und Unternehmen sich dagegen zu
Schnäppchenpreisen Geld bei den Banken leihen können. Der Rat von
Asoka Wöhrmann von der Deutschen Bank, das Geld einfach auszugeben,
weil es keine Zinsen mehr gibt, klingt zynisch. Er hat aber einen
wahren Kern: Wer das Risiko scheut und sein Vermögen auf Spar- oder
Tagesgeldkonten legt, fährt garantierte Verluste ein. Sinnvolle
Anschaffungen jetzt zu tätigen, macht durchaus Sinn. Unsere
schwächelnde Wirtschaft kann Konsum gebrauchen. Kleinsparer sind von
Negativzinsen bislang nicht betroffen. Die Diskussion kann aber
dennoch nach hinten losgehen, wenn Verbraucher aus Furcht vor
Gebühren ihr Geld lieber unters Kopfkissen legen als es einer Bank
anzuvertrauen. Kriminelle wittern schon neue Chancen. Es wird Zeit,
dass die Finanzbranche die Anleger nicht noch weiter verunsichert.
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Datum: 02.11.2014 - 19:08 Uhr
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