Rheinische Post: Kommentar: Diskriminierende Rente

Rheinische Post: Kommentar: Diskriminierende Rente

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(ots) - Die abschlagsfreie Rente mit 63 ist ohnehin
schon ein Programm, das ältere berufstätige Männer gegenüber ihren
Altersgenossinnen bevorteilt. Denn Männer der älteren Jahrgänge
verfügen in aller Regel über eine längere Erwerbsbiografie als Frauen
dieser Generation. Männern fällt es daher viel leichter, die
erforderlichen 45 Beitragsjahre nachzuweisen. Drei Viertel derer, die
von der Rente mit 63 im ersten Jahr profitieren, sind nach Auskunft
des Sozialministeriums männlichen Geschlechts. Umso ungerechter ist
es, dass die Zeiten des Mutterschutzes vor und nach der Entbindung
eines Kindes bisher nicht auf die 45 Beitragsjahre berufstätiger
Mütter angerechnet werden. Zeiten der Arbeitslosigkeit, des Bezugs
von Krankengeld und der Kindererziehung aber schon. Diese schreiende
Ungerechtigkeit muss die Bundesregierung so schnell wie möglich
beseitigen. Denn nur Frauen können schwanger werden. Und Arbeitgebern
ist es sogar verboten, sie während des Mutterschutzes zu
beschäftigten. Die Frauen konnten in dieser Zeit also gar keine
Punkte sammeln.



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Datum: 10.11.2014 - 20:05 Uhr
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