Weser-Kurier: Zum ADAC-Postbus schreibt Andreas Holling:
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Lokführerstreiks, holte die wirtschaftliche Realität den Fernbusmarkt
gestern bereits wieder ein. Mit DeinFernbus.de meldete zunächst ein
Pionier der Branche Insolvenz an, dann erklärte der ADAC das Ende
seines Engagements. Nicht einmal 13 Monate lang rollten die gelben
Busse des Joint Ventures mit der Deutschen Post AG über die Straßen
der Republik. Der Fernbusmarkt sei ein "wirtschaftlich ein
vielversprechendes Geschäftsfeld", hatte ADAC-Präsident Peter Meyer
noch zum Start des Linienbetriebs am 1. November 2013 frohlockt. Nun
scheint Ernüchterung eingetreten zu sein. Das finanzielle Risiko in
dem hart umkämpften Markt ist den Süddeutschen zu groß. Man wolle
sich lieber auf sein Kerngeschäft konzentrieren, heißt es aus
München. Eine gute Entscheidung, denn der gefeierten Boombranche
droht eine harte Landung. Zwar nimmt die Zahl der Linien stetig zu.
Die Marktbereinigung ist jedoch in vollem Gange - ausgetragen nicht
zuletzt über den Ticketpreis. Fast 80 Prozent der Fahrgäste reisen
heute mit einem der drei großen Anbieter. Als Nummer vier will die
Deutsche Post nun ohne den ADAC weitermachen. Ob dies angesichts der
niedrigen Fahrpreise und der geringen Gewinnmargen jedoch Erfolg
haben kann, ist mehr als fraglich.
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Datum: 10.11.2014 - 20:17 Uhr
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