Südwest Presse: KOMMENTAR · WIRTSCHAFTSWEISE
ID: 1134518
Zu viel Wahrheit
Die Kritik der Bundesregierung und vor allem führender
SPD-Vertreter am Gutachten der fünf Wirtschaftsweisen ist einfach nur
empörend. Noch nie in seiner über 50-jährigen Geschichte - 1963
immerhin durch Gesetzesauftrag gegründet - ist das Gremium in einer
solch billigen Art angegangen worden. "Nicht auf der Höhe der Zeit",
"frustrierte Professoren", "alles andere als weise" - das Geschrei
der Sozialdemokraten erinnert eher an miese Bierzeltparolen als an
eine sachlich fundierte Auseinandersetzung. Der Sachverständigenrat
ist kein Lobbyistenverband, der Klientelinteresssen vertritt, sondern
er besteht aus führenden Wirtschaftsexperten, die von der
Bundesregierung selbst ausgesucht werden. Wer die Meinung dieses
Gremiums nicht teilt, sollte wenigstens mit Argumenten dagegen halten
können. Doch die fehlen vor allem der SPD-Spitze, die den Mindestlohn
immer noch als Konjunkturprogramm verkaufen will. Ökonomischer
Sachverstand passt da nicht ins Bild. Lieber werden die Konsequenzen
einer Lohnuntergrenze weiterhin verdrängt: Dass in einer freien
Marktwirtschaft staatlich verordnete Umverteilung - auch wenn es aus
sozialpolitischer Sicht gute Argumente dafür gibt - immer einen Preis
hat. Im Fall des Mindestlohns sind es Zehntausende Jobs, die abgebaut
werden. Diese Wahrheit haben die fünf Weisen ausgesprochen. Für
manchen in Berlin war das offensichtlich zu viel.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.11.2014 - 18:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1134518
Anzahl Zeichen: 1721
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 174 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: KOMMENTAR · WIRTSCHAFTSWEISE"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
NRZ: Erfolge dürfen nicht blenden - ein Kommentar von JAN JESSEN ...
Der Staat demonstriert Entschlossenheit: In den vergangenen Wochen haben die Sicherheitsbehörden zahlreiche mutmaßliche Unterstützer dschihadistischer Gruppen festgenommen. Was bislang über die acht Verdächtigen bekannt wurde, die am Mittwoch ins Netz gingen, bestätigt: Die neue Dschihad-Ge
NRZ: Wenig weise - ein Kommentar von PETER HAHNE ...
Nichts Neues von den Wirtschaftsweisen: Wie gewohnt nehmen die Ökonomen jeden wirtschaftspolitischen Beschluss der Regierung auseinander, der auch nur im Entferntesten nach Sozialpolitik riecht. Könnte ja sein, dass Mindestlohn, Frührente oder selbstredend auch die Energiewende die Konjunktur
Aachener Nachrichten: Nichts gelernt - Das Jahresgutachten der "Wirtschaftsweisen"; Kommentar von Joachim Zinsen ...
Die sogenannten Wirtschaftsweisen haben gestern in ihrem Jahresgutachten von der Bundesregierung gefordert, "mehr Vertrauen in Marktprozesse" zu zeigen. Mit Verlaub: Soll das ein satirischer Beitrag sein? Selbst marktradikale Hardliner müssten doch allmählich merken, welch verheerende
Frankfurter Rundschau: Kommentar zu den neuen Klimaschutzzielen von USA und China ...
Die jetzt vorliegenden Klimaschutzpläne ... reichen schlicht nicht aus, um eine gefährliche Störung des Klimasystems zu verhindern. Es drohen damit unter anderem nicht beherrschbare Wetterextreme, die Unbewohnbarkeit von Millionenstädten an den Küsten, Dauerkrisen bei der Welternährung. Die




