neues deutschland: Unnötige Torschlusspanik der Vermieter: Gesetz mit Beigeschmack
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schleichen um den Gesetzesbrei, der angerührt ist, angeblich, um den
Mietern im Lande einen großen Gefallen zu tun. Mit fortschreitender
Gesetzgebung scheint sich immer mehr Hokuspokus am Topfrand zu
versammeln. Exotische Zahlen werden gestreut, die sollen nachweisen,
dass der Mietanstieg längst gedämpft ist, die ganze Kocherei also
sowieso überflüssig. Und ein Vermieterverband will gar das Rezept
verbieten lassen, weil es angeblich grundgesetzwidrig ist. Für den
hilflosen Mieter blubbern da immer mehr Luftblasen, je heißer es
wird. Bis zu 1671 Euro jährlich soll er angeblich als Neumieter
einsparen können, wenn das Gesetz in Kraft tritt, sagen die Grünen.
Alle Erfahrungen sagen dem Mieter, dass er am kürzeren Löffel sitzt.
Will er eine grundsanierte Wohnung beziehen, ist er von der
Mietpreisbremse ohnehin nicht geschützt, ebenso wenig, wenn er eine
Neubauwohnung bezieht, deren Preis durchaus über dem vorgesehenen
Anstieg von zehn Prozent über dem Mietspiegel liegen darf. Außerdem
muss er selbst gegen den Vermieter vor Gericht ziehen, wenn er die
Miete anzweifelt, wer tut das schon? Die Grünen schelten die
Regierung dafür, dass das Gesetz schon viel zu lange braucht und den
Vermietern so die Zeit blieb, die Mieten noch nach Lust und Laune zu
erhöhen. Doch vor allem soll das Gesetz gar nicht überall gelten. Nur
in den Bundesländern, die es anwenden wollen.
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Datum: 13.11.2014 - 17:55 Uhr
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