Weser-Kurier: Kommentar von Uwe Dammann zum Gurlitt-Erbe
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die Raubkunst bleibt in Deutschland - eine gute, vielleicht die beste
Lösung für das schwer belastete Erbe des gestorbenen Kunstsammlers,
aber sicherlich noch nicht der Schlussstrich unter der lang
anhaltenden Debatte über den Gurlitt-Nachlass. Es wäre dem
Kunstmuseum Bern nicht zu verdenken gewesen, hätte es, trotz des
hohen Marktwertes, auf das Bilderkonvolut verzichtet. Bei Hunderten
von Bildern ist ein Verdacht auf Nazi-Raubkunst noch immer nicht
ausgeräumt. Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald
Lauder, hatte dem Berner Museum deshalb dringend davon abgeraten, das
Erbe anzutreten. Nun übernehmen die Schweizer das stark belastete
Erbe, während die NS-Raubkunst in Deutschland bleiben soll, bis die
ursprünglichen Eigentümer gefunden wurden. In dieser Frage ist
zuallererst die Bundesrepublik Deutschland in der Pflicht. Sie muss
die Herkunft und die heutigen Besitzverhältnisse klären. Das Land
hätte sich billig aus der Verantwortung gestohlen, wäre der gesamte
Nachlass nach Bern gegangen. Im Übrigen will die Schweiz ein eigenes
Expertenteam einsetzen. Damit könnte neuer Schwung in die
Provenienzforschung kommen - und damit eine Dynamik in die
Aufklärung, die die Augsburger Ermittler bisher nicht gezeigt haben.
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Datum: 24.11.2014 - 21:42 Uhr
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