Rheinische Post: Der Brücken-Leichtsinn

Rheinische Post: Der Brücken-Leichtsinn

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(ots) - Ein Leverkusener Kommunalpolitiker sagte vor
wenigen Tagen: Die A1-Rheinbrücke kann gar nicht so marode sein, sie
steht doch trotz aller Hiobsbotschaften noch. 500 Lastwagenfahrer aus
ganz Europa sehen das täglich ebenso: Was soll mein Lastwagen schon
der Brücke schaden? Die ganz harten Lkw-Fahrer halten sogar kurz vor
der Brücke an, verdecken das Kennzeichen und fahren weiter. Genau
diese Einstellungen sind das Problem: Der von außen unverwüstbar
erscheinende Stahlkörper der Leverkusener Brücke ist in sich
zerrissen. Die Statik ist bedroht. Jeder Lkw versetzt der
Metallkonstruktion weitere zerstörerische Schläge. Die
Brückenfachleute schließen deshalb eine Vollsperrung des wichtigsten
Rheinübergangs in NRW nicht aus. Das Missachten des
Durchfahrtverbotes für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen (dazu können auch
Pkw-Gespanne und Wohnmobile zählen) ist kein Kavaliersdelikt, sondern
als schweres Vergehen einzustufen. Innenminister Ralf Jäger und seine
Polizei müssen sich fragen lassen, warum sie die Lastwagenfahrer
nicht endlich von der Brücke fernhalten können.



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Datum: 27.11.2014 - 20:14 Uhr
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