Energieministerin Silke Lautenschläger: Hessen ist stark bei energiesparender Bauweise

Energieministerin Silke Lautenschläger: Hessen ist stark bei energiesparender Bauweise

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Energieministerin Silke Lautenschläger: Hessen ist stark bei energiesparender Bauweise

Staatsministerin stellt Energiebericht bei auswärtiger Kabinettsitzung vor



(pressrelations) - essische Landesregierung hat erfolgreich eine Reihe von Maßnahmen zum Klimaschutz, zur Energieeinsparung und dem verstärkten Einsatz Erneuerbarer Energien umgesetzt. Dies geht aus dem aktuellen Energiebericht des Landes hervor, den Energieministerin Silke Lautenschläger am Montag bei der auswärtigen Kabinettssitzung in Geisenheim (Rheingau-Taunus-Kreis) vorstellte.

"Das Land unterstützt zahlreiche Pilotprojekte zur Aktivierung des gerade im Wärmesektor besonders hohen Einsparpotenzials", sagte die Ministerin. Dies gelte für Neubauten wie für die Altbausanierung. "Hessen kann heute schon mit Fug und Recht in Anspruch nehmen, auf dem Gebiet der energiesparenden Bauweise eine führende Rolle innezuhaben. Hier wurde die Niedrigenergie- und die Passivhaus-Bauweise entwickelt und mit erheblicher Unterstützung durch die Landesregierung vorangetrieben." Flankiert werde dies durch die Weiterentwicklung zukunftsfähiger Wandlungstechnologien wie etwa kleinen innovativen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. "Auch bei der modernen Systemtechnik spielt Hessen ganz vorne mit", sagte Lautenschläger, die auf ein Pilotprojekt mit dem Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) mit Sitz in Kassel verwies.

Der Schwerpunkt bei der Förderung erneuerbarer Energien liegt dem Bericht zufolge bei der energetischen Nutzung der Biomasse. 83 neue Biomassefeuerungsanlagen (Biogasanlagen, Holzhackschnitzelfeuerungsanlagen, Pelletheizkessel über 50 Kilowatt Leistung) mit insgesamt 15,9 Megawatt thermischer und 5,8 Megawatt elektrischer Leistung wurden mit rund 4,5 Millionen Euro an Landesmitteln gefördert. Die geförderten Anlagen sparten jährlich 150 Gigawattstunden Primärenergie ein und reduzierten die CO2-Emissionen um rund 35.000 Tonnen", sagte Lautenschläger.

Die Landesregierung setze bei der Energiepolitik auf Kooperation anstelle Konfrontation. "Ziel ist, eine sichere, bezahlbare und umweltfreundliche Energieversorgung." Hessen wolle den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch (ohne den Verkehrssektor) bis 2020 auf 20 Prozent erhöhen. Im sogenannten Energieforum arbeite ihr Ministerium mit Experten zusammen, um Eckpunkte für das geplante Programm "Energie 2020" zu erarbeiten. "Mit diesem Programm werden neue Wege und Lösungen in der gesellschaftlichen Debatte über die Zukunft der erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz in Hessen erreicht werden." Sie lege ferner Wert auf innovative Umwelt- und Energietechniken wie beispielsweise den Einsatz innovativer Dämmtechniken, der Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung und die Nutzung der Tiefengeothermie, erklärte die Energieministerin. Die Zulassung weiterer Windkraftstandorte an geeigneten Standorten solle in den kommenden Jahren verstärkt geprüft werden. Die Biomasseforschung und die Entwicklung der Biomassenutzung seien ebenfalls wichtige Standbeine und werden weitere Förderung erfahren.



Hintergrund:

Die Landesregierung muss dem Hessischen Landtag alle zwei Jahre einen Energiebericht vorlegen. Das steht in § 9 des Hessischen Energiegesetzes. In diesem Bericht informiert sie über Maßnahmen, die sie in den letzten beiden Jahren, also jetzt 2007 und 2008, unternommen hat, um zur sparsamen und rationellen Energienutzung und zur Nutzung erneuerbarer Energien beizutragen. Außerdem wird die energiewirtschaftliche Situation Hessens dargestellt. Der letzte Bericht war im Frühjahr 2007 erschienen.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie auch auf unserem Themenportal www.energieland.hessen.de


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Datum: 31.08.2009 - 15:34 Uhr
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