1:2-Niederlage bei Bayer
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1:2-Niederlage bei Bayer
Unser Gastspiel in der um- und ausgebauten BayArena stand unter günstigen Voraussetzungen, schließlich konnte Cheftrainer Marcel Koller bis auf den angeschlagenen Shinji Ono exakt jenes Team aufbieten, das in der Vorwoche drei Punkte gegen Hertha einfuhr. Für unseren Japaner rückte Mimoun Azaouagh wieder in den Kader. Bei der Werkself gab es im Vergleich zur Vorwoche keine Änderung ? warum auch, schließlich war die Truppe von Jupp Heynckes nach dem 5:0-Erfolg in Freiburg Tabellenführer. Die Ex-Bochumer Zdebel und Gekas saßen zunächst somit nur auf der Bank.
Schwungvoll ging es los, leider in die falsche Richtung. Tranquillo Barnetta scheiterte in der 1. wie in der 2. Minute mit guten Chancen: zunächst per Kopf, anschließend profitierte er von einem Fehler Anthar Yahias, doch Philipp Heerwagen war auf dem Posten. Und auch die dritte Chance gehörte dem Schweizer, als er eine Hereingabe von Renato Augusto sträflich ungedeckt in den Oberrang drosch (8.).
In der 14. Minute sendeten wir ein erstes Offensivsignal, doch eine Flanke verpasste Klimowicz um Fußspitzenlänge, Adler war schneller. Fortan zeigten die Rheinländer, warum sie von der Tabellenspitze grüßen, in dem sie mit schnellem und schnörkellosem Spiel den VfL unter Druck setzten. Die Konterstöße unsererseits blieben zu unpräzise und harmlos.
Dafür entwickelte sich ein munteres Privatduell zwischen Barnetta und Heerwagen, in dem unser Goalie in der 27. Minute erneut die Oberhand behielt, als Leverkusens Nummer 7 allein vor ihm auftauchte. Während unsere Abwehr gut beschäftigt wurde, fand der VfL offensiv kaum statt. Bis zur 32. Minute: Ein langer Pass von Imhof fand Epallé, der aus rund 17 m abzog und Diego Klimowicz den Ball zum 0:1 ins Netz spitzelte. 120 Sekunden später hatte Hyypiä die Chance zum Ausgleich, doch seine Schussflanke rauschte an diversen langen Beinen vorbei. Auch in der 37. Minute konnte sich Kadlec nicht entscheiden, ob er schießen oder flanken sollte, der Ball trudelte vorbei.
Im Grunde genommen war alles bereitet, um mit der Führung im Rücken in die Pause zu gehen. Doch Manuel Friedrich machte per Kopf einen Strich durch die Rechnung, als er nach einem Freistoß zum 1:1 traf (41.).
Die Torschussstatistik wies zur Pause ein Verhältnis von 17:2 aus, auch nach dem Seitenwechsel schossen zunächst nur die Rot-Schwarzen. Derdiyok gehörten die ersten beiden Versuche, ohne dass er Heerwagen überwinden konnte. In der 54. Minute fügte Klimowicz unserer Statistik einen weiteren Versuch hinzu, Adler konnte seinen Kopfballaufsetzer jedoch parieren. Im Gegenzug schlenzte Vidal das Leder über den Kasten (55.).
Philipp Bönig entwickelte sich fortan zu unserem spielbestimmenden Faktor, seine Flanken sorgten für Gefahr. So auch in der 59. Minute, als seine Hereingabe von Freier jedoch nicht im Tor, sondern darüber untergebracht wurde. Auf der Gegenseite hatten wir Glück, als erneut Friedrich nach einem Freistoß Kopfballsieger blieb, jedoch nur den Pfosten traf. Den Abpraller setzte Rolfes übers Tor. Das Glück war damit aufgebraucht, denn 60 Sekunden danach düpierte uns Bayer bei einem Einwurf, über den eingewechselten Kroos erreichte Kießling den Ball und drückte aus dem Fünfmeter zum 2:1 ein (68.).
Bayer legte zu, Renato Augusto hämmerte den nächsten Schuss am langen Eck vorbei (72.). Derdiyok und Kießling sorgten dafür, dass die Schussstatistik weiterhin deutlich für die Gastgeber sprach (74./75.). In der Folge versuchte Bayer, das Spiel zu beruhigen. Unsere Möglichkeiten beschränkten sich auf Standards, die allesamt nicht zielführend waren. Im Gegenteil: Heerwagen konnte sich in der Nachspielzeit ein weiteres Mal gegen Derdiyok auszeichnen. Es blieb beim 2:1. Die letzte Hiobsbotschaft: Mimoun Azaouagh erlitt eine Zerrung, vielleicht sogar einen Faserriss.
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Datum: 01.09.2009 - 00:34 Uhr
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