Evangelische Kirche trauert um eine Wegbereiterin/
Gerta Scharffenorth war 1970 als erste Frau in den Rat der EKD gewählt worden
ID: 1145871
trauert um ihr langjähriges Ratsmitglied Gerta Scharffenorth. Die
Politologin und Theologin ist am Donnerstag (4. Dezember) in
Heidelberg im Alter von 102 Jahren verstorben. Scharffenorth war 1970
als erste Frau in den Rat der EKD gewählt worden.
Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland
(EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm würdigte die Verstorbene
als "gesellschaftliche Vorreiterin", deren damalige Wahl ein
wichtiger Schritt für die evangelische Kirche gewesen sei. "In meiner
Zeit an der Universität Heidelberg" - so der Ratsvorsitzende - "habe
ich Gerta Scharffenorth als engagierte Theologin und beeindruckenden
Menschen kennen gelernt, mit dem ich seitdem auch persönlich
verbunden geblieben bin. Nicht nur mit ihren Forschungen zur
Bedeutung der Bergpredigt in Luthers Ethik hat sie auch als
Wissenschaftlerin bleibende Spuren hinterlassen."
Gerta Scharffenorth bleibe ihrer Kirche als "begeisterte und
energische Theologin" in Erinnerung, so Bedford-Strohm. Er habe
großen Respekt davor, wie sich Scharffenorth bis ins hohe Alter
hinein an gesellschaftlichen Diskussionen beteiligt habe und für ihre
Überzeugungen eingetreten sei. Nicht zuletzt mit der Verleihung des
Bundesverdienstkreuzes 1989 sei deutlich geworden, "wie segensreich
ihr Wirken nicht nur für die Kirche, sondern für die gesamte
Gesellschaft gewesen ist."
Die Präses der Synode der EKD, Irmgard Schwaetzer, würdigte
Scharffenorths langjähriges Engagement für die evangelische Kirche
als wegbereitend für Frauen in evangelischen Leitungsämtern. "Gerta
Scharffenorth hat der Evangelischen Kirche früh ein weibliches
Gesicht verliehen." Zu ihrem Vermächtnis gehöre auch die bleibende
Verpflichtung, dass Leitungsämter der evangelischen Kirche auf allen
Ebenen gleichermaßen Frauen wie Männern offenstehen.
Gerta Scharffenorth fand nach ihrer Vertreibung zu Kriegsende aus
Schlesien schließlich eine neue Heimat in Heidelberg. Nach ihrer
Promotion leitete sie von 1962 bis 1966 den Evangelischen
Gemeindedienst in Heidelberg. Anschließend wirkte sie bis zum
Ruhestand als Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsstätte
der Evangelischen Studiengemeinschaft. Bis in ihr 100. Lebensjahr hat
sie aktiv am Austausch über die wissenschaftliche Arbeit des
Instituts teilgenommen. "In Erinnerung bleibt uns nicht nur ihr
Einsatz für die Gleichberechtigung der Frauen in der Kirche, sondern
auch ihr unermüdlicher Gestaltungswille für ein friedliches
Zusammenleben."
Hannover, den 9. Dezember 2014
Pressestelle der EKD
Carsten Splitt
Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 - 2796 - 269
E-Mail: presse@ekd.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.12.2014 - 08:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1145871
Anzahl Zeichen: 3240
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hannover
Kategorie:
Vermischtes
Diese Pressemitteilung wurde bisher 256 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Evangelische Kirche trauert um eine Wegbereiterin/
Gerta Scharffenorth war 1970 als erste Frau in den Rat der EKD gewählt worden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
EKD Evangelische Kirche in Deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Anlässlich des bevorstehenden Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, zu Wachsamkeit gegen Antisemitismus aufgerufen und dabei auch an die Schuld der chri
Bedford-Strohm: "Wir beten für alle, die einen Menschen verloren haben" / Evangelische Kirche unterstützt Gedenkaktion #lichtfenster des Bundespräsidenten ...
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) wird sich an der Aktion #lichtfenster von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beteiligen und ruft dazu auf, jeden Freitag nach dem Dunkelwerden ein Licht zum Andenken an die Toten der Corona-Pandemie ins Fenster zu stellen. "Ich freue mich sehr
Menschen an den EU-Außengrenzen nicht vergessen / EKD unterstützt Familienzusammenführungen finanziell ...
Auf die Situation der Geflüchteten auf der griechischen Insel Lesbos hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, aufmerksam gemacht: "Auch drei Monate nach dem Brand in Moria bleibt die Situation der geflüchteten Menschen entse
Weitere Mitteilungen von EKD Evangelische Kirche in Deutschland
CDU-Parteitag: Für ein Europa der Einigkeit. / Wiedenroths tägliche Politik-Karikatur ...
Der Titel der täglichen Politik-Karikatur von Götz Wiedenroth für Montag, 8. Dezember 2014 lautet: CDU-Parteitag: Für ein Europa der Einigkeit. Bildunterschrift: Das Schattenmotto. Egal - Dauerapplaus gibt's sowieso, wenn's der Parteikarriere dient. Die Zeichnung ist a
"Brüder, es bleiben uns nur noch zwei Möglichkeiten: 1. Bankrotterklärung, 2. Rußland erobern!"/ Wiedenroths Vorbörsen-Karikatur ...
Der Titel der Wirtschaftskarikatur von Götz Wiedenroth für Montag, 8. Dezember 2014 lautet: "Brüder, es bleiben uns nur noch zwei Möglichkeiten: 1. Bankrotterklärung, 2. Rußland erobern!"/ Wiedenroths Vorbörsen-Karikatur Bildunterschrift: "Meine Familie liegt seit 19




